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erstellt von Kurt am 17.07.2018 / letzte Änderung am 11.07.2021
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Am letzten Donnerstag hatten wir zu einer MTB-Tour ins Blaue eingeladen.
Ziel war Spitzingsee, das Tal der Roten und Weißen Valepp, Tegernsee und Schliersee. Als Ausgangspunkt der Tour hatten wir den Parkplatz nahe Neuhaus an der St 2077 zum Spitzingsee gewählt. Mit zwei PKW trafen wir uns dort.
Nach dem Entladen der Räder ging es los. Wir nahmen jedoch nicht die Staatsstraße, sondern die alte Spitzingstraße. Und die hatte es in sich. Nach einer nur kurzen Einrollphase begann ein steiler Aufstieg auf einer breiten Schotterpiste, die erst kurz vor dem Spitzing-Sattel wieder auf die Staatsstraße mündete.
Hier hatten wir mehrere Möglichkeiten, den Weg fortzusetzen. Wir entschieden uns, der Straße bis zum Parkplatz "Kurvenlift Stüberl" zu folgen und dann zum See-Uferweg zu fahren. Früh morgens ist das noch eine entspannte Sache, bevor Scharen von Fußgängern diese idyllischen Wege bevölkern. Am südlichen Seeufer erreichten wir dann wieder die Hauptstraße, wo sich die Massen langsam sammelten.
Frei von privaten Autoverkehr ging es nun hinab ins Tal der Roten Valepp, die hier aus dem See "entspringt". Bei der "Albert-Link-Hütte" verließen wir die Teerstraße wieder und setzten unseren weiteren Weg über das "Blecksteinhaus" auf Forstwegen fort. Nach insgesamt 14 Kilometern kamen wir an den Zusammenfluss der Roten und Weißen Valepp. Nun folgten wir der "Weißen", die sich hier im unteren Teil seinen Weg durch eine imposante Schlucht gebahnt hat.
Am romantisch in den Bergen gelegenen Suttensee legten wir unsere Pause ein. Bis nach Rottach-Egern folgten wir nun dem Tal der Rottach, die aus dem Suttensee entsteht. Hier mussten wir nun die schönen Wege entlang des Baches verlassen und uns auf
Gehwegen (z.T. für Radler freigegeben) entlang der stark befahrenen B307 hindurch mogeln. Es gibt auf dieser Seite des Tegernsees leider keine Möglichkeit, diesem Verkehrschaos zu entrinnen. Nach vier schrecklichen Kilometern war es dann vorbei. Wir zweigten bei Unterbuchberg ab und kamen nach weiteren, landschaftlich sehr schönen drei Kilometern bei Niemandsbichl auf den Bodensee-Königsee-Radweg. Dieser sollte nun unser Begleiter bis zum Ausgangspunkt der Tour auf dem Parkplatz Neuhaus sein.
Wir hatten schon seit einiger Zeit nach einer Einkehr Ausschau gehalten. Bei dem Gewusel am Tegernsee konnte jedoch nicht die richtige Lust dazu aufkommen. Auf der Oedbergalm mit der Sommer-Rodelbahn kehrten wir dann gemütlich ein. Frisch gestärkt radelten wir weiter auf dem Bo-Kö-Radweg, der gerade in diesem Stück von den
Radreisenden mit schwerem Gepäck alles forderte. Hier ist dieser bekannte bayerische Radweg von kräftigen Höhen durchsetzt. Eine junge Radlerin aus Norddeutschland, wo, wie sie sagte, Autobahnbrücken die höchsten Erhebungen sind, hatte ganz schön zu kämpfen.
Nach einer langen Abfahrt erreichten wir Hausham, gönnten uns im Ort noch ein paar unnötige Höhen und kamen an die Schlierach. Drei Kilometer später begrüßte uns der Schliersee. Wir fuhren entlang vom Westufer, hielten für einen kurzen Fotostopp am Südufer und strampelten dann die letzten vier Kilometer über Neuhaus zum Ausgangspunkt zurück.
Es war ein schöner Ausflug in einer herrlichen Landschaft mit netten Gästen. Nur das östliche Ufer des Tegernsees sollten wir bei der nächsten Tour meiden und den Umweg über Bad Wiessee suchen.
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