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erstellt von Kurt am 01.08.2013 / letzte Änderung am 01.08.2013
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An Wochenenden, dazu mit optimalen Radlwetter, sollte man, wenn möglich, bestimmte Routen meiden. Da geht es dann zu, wie zur rush hour. Daher nahmen wir den Mittwoch für eine tolle Bergtour – Die Kundler Klamm mit Wildschönau und Schatzberg.
Die Anfahrt erfolgte von Rosenheim mit dem PKW zum Parkplatz an
der Kundler Klamm. Es ist empfehlenswert, spätestens gegen 9:00 Uhr in die Klamm zu fahren, dann sind erfahrungsgemäß nur einzelne Wanderer unterwegs, denn eigentlich ist die Durchfahrt verboten.
Die Kundler Klamm ist nicht mit bekannten Objekten, wie z.B. der Partnachklamm zu vergleichen, sondern ist eine wunderschöne Schlucht mit einem gut befestigten Wanderweg entlang der Wildschönauer Ache. Nach wenigen Kilometern weitet sich das Tal und auf kaum befahrenen Wegen mit sanftem Anstieg erreicht man nach 6,5 km und 240 Höhenmetern den Ort Mühltal.
Jetzt benutzten wir kurz die Hauptstraße und fuhren dann wieder links der Wildschönauer Ache auf ruhigen Wegen bis Aufach. Am Holzmuseum mussten wir wieder die Straße benutzen. Weiter ging es entlang des plätschernden Baches, und nach 15 km war die Schönangeralm bei 1165 Metern
erreicht. Ein riesiger Parkplatz, voll mit PKWs, der eine oder andere Reisebus und dann noch die Widschönauer Bimmelbahn, alle bringen das nicht so lauffreudige Publikum hier hinauf. Zuhause erzählt man dann, auf einer urigen Alm gewesen zu sein.
Wir kehrten hier nicht ein, sondern fuhren noch ein Stück weiter, um bei atemberaubender Sicht in die Bergwelt bei einer mitgebrachten Brotzeit zu verweilen. Zur Gressensteinalm wollten wir heute bei diesen hochsommerlichen Temperaturen nicht hinaufstrampeln, das wären zusätzliche 600 hm in steilem Gelände gewesen. Also fuhren wir bis Auffach zurück und ließen uns mit der Schatzbergbahn auf 1750 m hieven.
Die Aussicht von hier oben ist schon beeindruckend.
Ein "Wanderer" in leichtem Schuhwerk ( wir haben ganze Familien in Flip-Flops gesehen) fragte, was wir mit den Rädern hier oben machen wollten. Ich antwortete: "hinunter fahren!" Da muss man erst mal drauf kommen. Die Abfahrt war jedenfalls ein Traum. Bei jeder Biegung hielten wir inne, um die grandiose Bergwelt zu bewundern. In Thierbach fanden wir dann einen gemütlichen Gasthof und kehrten bei guten österreichischen Schmankerln ein. Nur wenige Wanderer hatten sich hierher verirrt.
Unser weiterer Weg über Saulueg war gesperrt, auch für MTBs. Aber der Wirt in Thierbach war der Meinung, dass wir wohl fahren könnten. Und das taten wir dann auch.
Die Strecke war von umgefallenen Bäumen etwas durchwachsen, aber es ging. Kurz vor Saulueg war dann eine Baustelle, wo bequem durch zu kommen war. Rechtzeitig vor unserem Eintreffen wurde jedoch der Bagger in Betrieb genommen und wir im Weiterkommen kurz gehindert. Ebenso konnte es sich ein Bauarbeiter nicht verkneifen, uns ganz klar zu verdeutlichen, dass wir unrechtmäßig gehandelt hätten. Naja, wenn sein Glück davon abhängt.
Kurz danach erreichten wir wieder unseren Ausgangspunkt. Es war ein schöner Tag in einer atemberaubenden Bergwelt.
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