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erstellt von Kurt am 29.08.2013 / letzte Änderung am 29.08.2013
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Wer so nah zu den Alpen wohnt, muss zwangsläufig nicht immer in selbigen radeln. Es gibt ebenso viele schöne Routen im anmutigen Alpenvorland. Der Name "Bauernland zwischen Rosenheim und Wasserburg" ist geradezu bezeichnend für eine solche Tour.
Jedes Jahr im August veranstaltet der Ski-Club Au ein Radmarathon durch die heimische Bergwelt. An diesem Samstag war es wieder soweit. Um uns nicht die schöne Landschaft mit dem Pulk von Rennradlern zu teilen, verzichteten wir auf eine geplante Tour im Alpenraum und suchten nach einer alternativen
Route. Diese war dann auch schnell gefunden, die Tour: "Bauernland zwischen Rosenheim und Wasserburg" . Nur die Wegführung war schon etwas verstaubt, d.h. wir hatten die Tour so schon vier mal gefahren.
Was tun? Die Zielvorgabe blieb, jedoch wurde die Wegführung für diese Tour vollkommen neu gestaltet. Das heißt jedoch nicht, dass es über Wege ging, die wir bei RoRadln noch nie gefahren sind. Da wird sich aus Rosenheim heraus nur noch schwer etwas finden lassen, aber halt bei dieser Tour und vielleicht auch in dieser Kombination.
Wir fuhren über Fürstätt, hinter den Tennisplätzen über einen kleinen Wanderweg nach Egarten und dann entlang der Bahnlinie nach Wernhardsberg. Heute morgen war es jedoch diesig und der rückwärtige Blick auf die Alpenkette hinter Rosenheim wenig spektakulär.
Die ersten landwirtschaftlichen Wege dieser Tour brachten uns über Deutelhausen und Mintsberg nach Tattenhausen. Einige Teilnehmer gaben hier bereits zu, nicht mehr genau zu wissen, wo man sei. Hauptsache die Tourenführer von RoRadln wissen es. Auf dem Weg zwischen Hilperting und Brettschleipfen, mit Blick auf die Wallfahrtskirche in Tuntenhausen, war dann die Orientierung wieder da. Wir bogen nach Hörmating ab und kamen so bei Weiching hinter Ostermünchen an die Bahnlinie München-Rosenheim, der wir bis kurz vor Aßling auf einem begleitenden Feldweg folgten.
Wir wollten Aßling auf der Ostseite umfahren, als wir auf frisch duftenden Kaffee aufmerksam wurden. Da sowieso der Wunsch nach einer kleinen Rast bestand, kehrten wir in der Kaffeerösterei Martermühle ein. Der Wirt holte extra Tische und Stühle aus der Kammer und schaffte Platz für uns.
Frisch gestärkt ging es leicht wellig weiter, und in
Hinteraschau kamen wir ins idyllische Atteltal, das wir kurz hinter Rettenbach erst wieder verließen. Jetzt war es nicht mehr weit zu unserer Einkehr im Gasthof Esterer in Zellereit. Da wir heute elf Personen waren, hatten wir bei Abfahrt in Rosenheim schon einen Tisch reserviert. Das Gasthaus war proppenvoll, Hochzeit, Beerdigung und viele Tagesgäste. Die Bedienung war flott, wenn auch einigen von uns die Brotzeiten ausgeredet wurden. Die Begründung, das dauert heute zu lange, konnten wir nicht nachvollziehen. Naja, es gibt ja zum Glück für die Zukunft noch andere Gasthäuser, wo wir einkehren können.
Von nun an gings bergab. Dreizehn Prozent Gefälle brachten uns schnell wieder an die Attel, der wir noch bis Bruck folgten, um sie dann bei dieser Tour endgültig zu verlassen. Über
Sendling kamen wir rasch an die Innbrücke nach Griesstätt und benutzten nun den Innradweg Richtung Schlossberg und Rosenheim. Lediglich ein Teilstück über Untermühle und Sunkenroth mussten wir auslassen, da die Murnbrücke bei dem Juni-Hochwasser stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Wir wählten für diesen Abschnitt zwischen Holzhausen und dem Industriegebiet von Vogtareuth die Staatsstraße 2359. An der Heilquelle in Bad Leonhardspfunzen gönnten wir uns noch einen Schluck vom fade schmeckenden Nass und erreichten kurz danach an der Innbrücke die Stadt Rosenheim.
Es war ein schöner, gemütlicher Radltag in der bezaubernden Landschaft des Voralpenlandes.
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