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erstellt von Reinhard Rolle am 01.07.2023 / letzte Änderung am 02.07.2023
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Gestern nahm ich wieder einmal an einer schönen Radtour von RoRadln.de teil, diesmal waren nur vier Personen unterwegs. Schade, denn ...
... die
Ferngebliebenen haben einige Höhepunkte versäumt. Das Wetter war traumhaft warm und wolkenlos, aber nie extrem heiß - einfach perfekt!
Hier nur einige Anmerkungen, keine Anspruch auf Vollständigkeit:
Wir sind zunächst mit dem Zug nach Wasserburg gefahren. Vom Bahnhof aus haben wir den Panoramaweg Isar-Inn genommen, einen 68 Kilometer langen Radweg, der München mit Wasserburg verbindet. Es ging vorbei an einem tiefblauen Baggersee nach Oberübermoos und Unterübermoos.
In Unterübermoos konnten wir die beeindruckende Kirche St. Margareta besichtigen, die bereits im Jahr 1030 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Die Legende besagt, dass die Heilige Margaretha einen Drachen getötet hat. Hier befanden wir uns bereits in der Nähe der Attel, die uns später wieder auf dem Rückweg begleiten sollte.
Über Pfaffing sind wir dann nach Lutzhäusl gelangt. Dieser kleine Weiler besteht offensichtlich nur aus einer sehenswerten Kapelle, der Sandl-Kapelle. Sie wurde von einem Ehepaar namens Sandl als Dank für die Erhörung ihrer schweren Krankheit gegründet.
Über Steinhöring gelangten wir jetzt nach Ebersberg, wo wir auf dem alten Marienplatz inmitten des bunten Treibens eine kleine Pause eingelegt und ein kühles Eis genossen haben.
Bald
sind wir weitergeradelt zum 35 Meter hohen Aussichtsturm auf der Ludwigshöhe. Es waren 169 Stufen zu bewältigen, aber der Aufstieg hat sich gelohnt. Von oben hatten wir einen fantastischen Ausblick auf das gesamte Voralpenland, von den Berchtesgadener Alpen bis hin zum Allgäu. Leider war die Sicht etwas dünn, aber es war trotzdem beeindruckend.
Von der Ludwigshöhe sind wir steil hinunter und zur Heldenallee gebraust. Jede der über 80 Linden erinnert an einen jungen Gefallenen des Ersten Weltkriegs aus Ebersberg.
Ein weiterer landschaftlicher Höhepunkt war die Fahrt durch eine herrliche Eichen-Allee entlang der Ebersberger Weiherkette. Diese besteht aus dem Klostersee, Kleinweiher,
Langweiher, Seeweberweiher und Egglburger See. Auch eine große Schar Graugänse konnten wir hier beobachten.
Anschließend kehrten wir in Grafing-Bahnhof ein, worauf sich einige von uns schon heiß ersehnt hatten. Kurt hatte das Restaurant "Taverne Orfeas" ausgesucht, das unter alten Kastanien griechische Spezialitäten präsentiert. Eine schöne Gelegenheit, um uns auszuruhen und etwas Leckeres zu essen.
In Grafing gibt es auch eine interessante Besonderheit: den Ursprung der Attel aus den zwei Quellflüssen Urtel und dem Wieshamer Bach. Die Vereinigung beider Bäche ist allerdings nicht sichtbar, sie erfolgt unterirdisch.
Der Rückweg führte uns weiter nach Aßling.
Kurz vor dem Ort kamen wir übrigens an einem geographisch interessanten Ort vorbei, denn hier schneiden sich der 48. nördliche Breitengrad und der 12. östliche Längengrad. Es handelt sich um einen sogenannten Konfluenzpunkt. Das ist der Schnittpunkt eines ganzzahligen Längengrades mit einem ganzzahligen Breitengrad auf der Erdoberfläche. Diese Stelle ist mit einem Findling markiert. Anschließend ging es über den ausgedehnten Rotter Forst zurück nach Rosenheim.
Wir legten insgesamt knapp 70 Kilometer zurück und überwanden dabei 460 Höhenmeter. Die Strecke führte hauptsächlich über offizielle Radwege, Schotterwege und schwach befahrene Nebenstraßen.
Es war ein schöner Tag voller interessanter Höhepunkte und noch schönerer Landschaften. Danke an Kurt von Roradln.de für die wie immer perfekte Organisation!
Dieser Bericht stammt im Original von der Seite www.roberge.de.
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