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erstellt von Franz am 09.08.2015 / letzte Änderung am 11.08.2015
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Was man in der Fränkischen Schweiz außer Radfahren noch tun kann.
Wie bei den letzten RoRadln-Reisen gab es auch diesmal in der Fränkischen Schweiz wieder ein paar Tage, an denen keine Radtouren geplant waren und die jeder so verbringen konnte, wie er wollte.
Den ersten radlfreien Tag nutzte ich für mein Hobby Eisenbahn. Ungefähr 40 km von Waischenfeld entfernt in Neuenmarkt-Wirsberg
gibt es das deutsche Dampflokmuseum. Obwohl ich schon zweimal dort war, wollte ich die Gelegenheit nicht auslassen und fuhr zusammen mit Harry, der ebenfalls vom Eisenbahnvirus infiziert ist, zu diesem Museum. Darin werden die wichtigsten deutschen Dampfloks in Originalgröße und teilweise funktionsfähig mit zahlreichen historischen und technischen Erklärungen präsentiert. Ausserdem gibt es noch eine Modellbahnanlage vom Modellbaumeister Josef Brandl, auf der der Bahnhof Neuenmarkt-Wirsberg und Ausschnitte der berühmten "Schiefen Ebene" hinauf nach Marktschorgast nachgebildet sind. Leider war diese Anlage wegen technischer Probleme nicht in Betrieb, aber der Ausflug hatte sich trotzdem gelohnt.
Am nächsten freien Tag machte ich mich alleine zu Fuß auf den Weg. Ich startete direkt beim Hotel und gelangte über Heinzenberg und Löhlitz auf Forststrassen und Feldwegen nach Wohnsgehaig,
wo ein Hügel für die Präsentation von Kunstobjekten im Freien genutzt wird. Diesen "Naturkunstraum Neubürg" schaute ich mir an und danach ging es weiter Richtung Gollenbach. Kurz davor bog ich in das liebliche Zeubachtal ein und erreichte nach einer Stunde Wanderung über Schotterstrassen und Wiesenpfade die kleine Ortschaft Neusig, wo die mitgebrachte Brotzeit verdrückt wurde. Anschließend setzte ich meine Tour fort nach Hannberg und kam so zu einem herrlichen Aussichtspunkt hoch über Waischenfeld. Nachdem die letzten Fotos geschossen waren, ging es hinunter nach Waischenfeld und im Hotel unter die Dusche. Da es an diesem Tag sehr heiß war, dauerte diese etwas länger. Die Runde hatte zwar keine spektakulären Momente, bot aber immer wieder sehr weitreichende Ausblicke über die Kulturlandschaft der Fränkischen Schweiz.
Am letzten "freien" Tag machte ich zusammen mit Susanne und Rainer eine herrliche Rundwanderung. Wir wählten einen Vorschlag
aus einem
Wanderbuch aus, der seinen Start in Muggendorf hatte und zuerst über Albertshof und die Kuchenmühle ins Aufseßtal nach Doos führte. Anschließend ging es weiter über die Versturzhöhle Riesenburg nach Engelhardsberg. Über schattige Waldwege erreichten wir unsere nächsten Etappenziele Adlerstein und Quakenschloss. Dabei handelte es sich jedesmal um beeindruckende Felsformationen teilweise mit Höhlen mitten im Wald. Nun ging es bergauf und bergab weiter durch schattigen Buchenwald Richtung Oswaldhöhle. Kurz davor hatte Rainer genug und stieg direkt ab nach Muggendorf. Susanne und ich setzten die Tour fort und kamen nach ca. 30 Minuten bei der Höhle an. Hier muss man, um dem Weg zu folgen, die unbeleuchtete Höhle durchqueren. Zwar weisen ein paar Schilder auf die niedrigste Höhe von 1,60 m hin, aber eine Stelle habe ich durch die Dunkelheit doch übersehen. Das Resultat sind ein paar kräftige Schrammen am Kopf.
Nun
waren alle Highlights dieser Runde passiert und wir stiegen auf einem Treppensteig hinunter nach Muggendorf. Hier fanden wir Rainer im Wirtsgarten des Hotels Feiler und gesellten uns dazu. Sozusagen als krönenden Abschluß machten wir hier Bekanntschaft mit einem überaus "freundlichen" Ober. Als erstes musste mein Wunsch nach Bier genauestens definiert werden, obwohl es sowieso nur einfaches Bier und Pils gab. Dann bestellte Rainer einfach nur Kaffee. Dies führte zu einer Belehrung, daß einfach Kaffee nicht ausreicht. Als dann Rainer genauer und anspruchsvoller wurde und eine Wiener Melange orderte, musste der Ober allerdings auch passen. Schliesslich einigten sich die beiden auf einen Latte Macchiato. Nun war der Kuchen an der Reihe. Wir durften ihn uns im Restaurant aussuchen und waren erstaunt über die Winzigkeit der Stücke für jeweils 3.30 Euro. Nach einer zumindest von mir lang empfundenen Wartezeit kamen schliesslich der Kaffee und der Tee für Susanne, aber kein Bier.
Also fragte ich vorsichtig nach und bekam die höfliche Antwort: "Das Bier kommt, wenn es fertig ist!". Mit einem halbvollen Glas wäre ich ja auch nicht zufrieden und zur Sicherheit fragte er nochmal nach, ob wir es so machen können. Als dann endlich 0,4 Liter für 3,40 Euro kamen, war mir der Durscht schon fast vergangen. Der Ober rühmte sich zwar mit einem zweijährigen Aufenthalt in Wien, aber die einfachen Grund- und Benimmregeln hat er dort scheinbar auch nicht gelernt.
Nachdem Getränke und Kuchen verzehrt waren, gingen wir die letzten Meter zum Auto und fuhren zurück nach Waischenfeld. Mit Ausnahme der Einkehr war es anstrengender, aber wirklich schöner Tag.
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