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erstellt von Christoph/Uli am 30.05.2013 / letzte Änderung am 22.05.2021
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Von Rosenheim fuhren wir mit dem Zug zum Brenner.
Vom Brenner
radelten wir auf dem Radweg das Eisacktal streckenweise entlang einer alten Bahntrasse über Gossensass und Sterzing stetig langsam bergab bis Franzensfeste. Von hier aus bogen wir ab nach Osten ins Pustertal zunächst einen steileren Anstieg durch einen Naturpark. Ab Mühlbach ging es weiter auf Radwegen leicht flussaufwärts bis nach Bruneck. Der Ort ist wirtschaftliches und kulturelles Zentrum des Pustertals, hat einen reizvoller Ortskern mit kleinen Geschäften, am Fuß einer Burg, die vor einigen Jahren mit Unterstützung von Reinhold Messners renoviert wurde. Sie beherbergt heute ein Museum. Länge dieses Abschnitts: etwa 75 km oder knapp 5 Stunden.
Nach Übernachtung setzten wir unsere Tour fort, weiter dem Flusslauf folgend, langsam aufwärts bis Toblach und nach
wenigen Kilometern Innichen (1200 m hoch gelegen), einen kleinen Ort an der Grenze zu Österreich, zugleich Wasserscheide. Ab hier beginnt die Drau. Jetzt geht es nur noch kontinuierlich bergab, ständig dem Bach- und später Flusslauf folgend. Übernachtung in Lienz, sehr zu empfehlende und preiswerte private Unterkunft (Familie Weiler, Eichholzweg 16). Länge dieses Abschnitts: etwa 105 km oder 8 Stunden.
Am nächsten Tag ging es weiter auf dem Drau-Radweg flussabwärts Richtung Villach. Ein kurzer Zwischenaufenthalt in Spittal. Wir
entschieden uns, für ein Stück den Drau-Radweg zu verlassen zugunsten eines Abstechers zu den Kärntner Seen, ein Umweg von ca. 40 km (Milstädter See Nordufer, Feldsee, Afritzer See). Übernachtung in Radenthein, einem nicht besonders schmucken Ort, jedoch mit gutem Gasthof (Metzgerwirt), in dem wir uns von den Strapazen haben erholen können. Länge dieses Abschnitts: etwa 85 km oder knapp 6 Stunden.
Wir folgten dann dem Afritzer Bach (bei unvollständig ausgebautem Radweg über weite Strecken auf der Straße bis Villach. Ab hier ging es dann über
einen Abstecher zum Ossiacher See (Südufer) bis zum Wörther See, am Nordufer des Sees entlang, durch den Nobelort Pörtschach. Ein paar km weiter übernachteten wir in Krumpendorf. Am nächsten Tag radelten wir die letzten 10 km bis Klagenfurt, der Hauptstadt Kärntens.
Auch wenn wir den Abstecher zu den so bekannten Kärntner Seen nicht missen wollen, gemeinsam ist ihnen: die Ufer sind völlig verbaut, alles in privaten Besitz, fast nirgends Zugang zum See. Der Verkehr war hier stärker, die Radwege häufig entlang der Hauptstraßen; Autoverkehr hat Vorrang.
Ende Mai, eine ideale Reisezeit. Die Berge noch schneebedeckt, die Wiesen bunt blühend, die Temperaturen kühl bis mild, jedenfalls nicht zu warm.
Rückfahrt von Klagenfurt nach Rosenheim wieder mit dem Zug.
Christoph und Ulrike Schormair
Pfingsten 2013
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