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erstellt von Kurt am 20.08.2013 / letzte Änderung am 03.04.2026
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Ziel dieser kleinen Rundreise ist die Donau und ihre wasserreichen Nebenflüsse: Isar, Inn, Salzach und Alz.
Einleitung
Wieder einmal stand ein langes Wochenende an, und mit wenig Urlaub war eine mehrtägige Radreise möglich. Wie immer auf unseren kurzen Touren sollten die An- und Abreisetage optimal genutzt werden. So entschieden wir uns für einen Rundkurs ab/bis Rosenheim.
Im Vorfeld hatten wir die komplette Reise auf dem Rechner
durchgeplant, uns aufgrund der täglich zu fahrenden Streckenlängen die Orte der Unterkunft ausgesucht und diese von zu Hause gebucht. Bei längeren Reisen machen wir das zwar nicht, aber wenn schon so wenig Zeit zur Verfügung steht, wollten wir diese nicht mit Zimmersuche verplempern. Zudem stellte sich schon bei unserer Reservierung heraus, dass nicht jedes anvisierte Zimmer verfügbar war.
Da wir sowohl die Donau, als auch Teile der Isar bei anderen Radreisen abgefahren sind, in Orten wie Freising, Landshut oder Passau schon mehrfach übernachtet haben, also diese auch kennen, haben wir uns diesmal für die kleineren Orten dazwischen entschieden. Wie es uns ergangen ist, erfahrt ihr in dem folgenden Bericht – viel Vergnügen.
Tag 1 – Rosenheim – Moosburg: 93 km / 285 hm
Abfahrt war um 8:00 Uhr, denn wir hatten heute über 90 km auf dem Programm. Die Wege bis Grafing
waren durch unsere Planung am Computer anders berechnet worden. Aber da wir hier heimisch sind, verließen wir uns nicht auf die Technik und benutzten zum großen Teil bekannte Strecken. Bei Ostermünchen trafen wir allerdings auf einen auch uns unbekannten Weg. Bis zu dem großen Wasserturm, den wir schon öfters vom weiten gesehen hatten, war der Weg gut. Danach hatten wir das Gefühl, der Wasserturm wäre ausgelaufen. Der Weg wurde grottenschlecht. Wir schoben unsere Lastenesel, denn wer will schon nach wenigen Kilometern einen Sturz und eventuell das Ende der Reise riskieren.
Bis kurz vor Aßling benutzten wir einen Wirtschaftsweg neben der Bahnstrecke, danach wechselten wir auf die Staatsstraße 2080 und blieben die nächsten acht km bis Grafing auf dieser. Aufgrund der heute zu radelnden Kilometer wählten wir diese Strecke. Die bessere Alternative wäre natürlich der Sempt-Mangfall-Radweg gewesen, aber das wäre mit mindestens weiteren
zehn Kilometern zu Buche geschlagen. Wer diese Tour nachfahren will und für den Abschnitt bis Moosburg ober besser noch Landshut zwei Tage Zeit hat, sollte unbedingt den Sempt-Mangfall-Radweg benutzen. Er trifft bei Kilometer 30 auf den beigefügten Track dieser Reise.
In Grafing ist es aufgrund des hohen Verkehrs immer ein wenig wuselig, aber ab dem Marktplatz fuhren wir Richtung Bahnhof und dann auf schönen ruhigen Wegen um den Ort herum. Am idyllisch gelegenen Egglburger See hatten wir dann auch schon Ebersberg hinter uns gelassen und steuerten dem Ebersberger Forst zu. Durch dieses riesige zusammen hängende Waldstück konnten wir lange schöne und ruhige Wege benutzen, bevor uns die Streckenführung wieder an die Staatsstraße 2080 führte,
die hier oben wesentlich belebter war, als noch zwischen Aßling und Grafing. Zum Glück gab es einen begleitenden Radweg. Nach 5 km in Forstinning war der Spuk vorbei, und es kehrte wieder etwas mehr Ruhe ein. Aber Radwege, die auf Wirtschaftswegen angelegt sind und wo hin und wieder ein Trecker vorbei zischt, suchten wir vergebens. Kreisstraßen waren eher an der Tagesordnung. So freuten wir uns auf den Radweg "Durchs Erdinger Land" und hofften, dass jetzt alles besser würde. Leider weit gefehlt, gefühlte 90 % der Wegführung erfolgte auf mehr oder weniger stark vom motorisierten Verkehr frequentierten Straßen. Das nennen wir eine ziemlich lustlose Planung vom "Erdinger Land". Anders als durch das Bier wird man wohl hier für die Radwege kaum berühmt werden. Dank unserem Navi sind wir, wo es möglich war, andere Wege gefahren.
Erding selbst ist eine nette Kleinstadt, die zum Verweilen einlädt. Wir haben hier unsere Mittagspause eingelegt. Man merkt aber schon die Nähe zu München
(S-Bahn Anschluss). Die Gastronomie-Preise der Landeshauptstadt lassen grüßen.
Nach weiteren 20 km waren wir endlich an der Isar. Wir legten an einer die vielen Kiesbänke eine Pause am vorbei plätschernden Wasser ein. Danach waren die letzten 10 km nach Moosburg schnell geschafft.
Das Hotel am Kastulus-Münster lag mitten in der Altstadt, und die Wege waren kurz. Das Zimmer war zweckmäßig und für eine Nacht OK. Was man leider in solchen Häusern oft findet, sind Teppichböden. Wir wagten uns nicht, ihn barfuß zu betreten. Zu viel erzählte er von vergangenen Zeiten. Es gab mal eine Zeit, wo jeder Wohnraum mit Teppichböden "verschönert" wurde. Mir ist in jungen Jahren mal ein rohes Ei auf den Teppichboden gefallen.
Glücklicherweise konnte mein Vater damals das kontaminierte Stück auswechseln. Ich möchte nicht wissen, was ein solcher Hotelboden alles beherbergt.
Die Stadt hat einen recht schönen, wenn auch kleinen Altstadtkern, der vom motorisierten Verkehr in allen Richtungen durchkreuzt wird. Schnell hat man das Sehenswerte aufgenommen. Von Bedeutung ist das riesige Kastulus-Münster, das Allem und Jedem seinen Namen gibt. Eingekehrt sind wir in der Gaststätte Pöschlbräu bei guter Balkanküche. Die Wirtin stellte uns ein leckeres Gericht zusammen und brachte zur besseren Verdauung einen edlen Slivovic. Zusammengefasst kann man sagen: Freising 20 km Isar aufwärts oder Landshut 20 km Isar abwärts sind die bessere Wahl.
Tag 2 – Moosburg - Landau: 76 km / 87 hm
Heute
war bis Dingolfing die Tour der Seen. Die Isar ist immer wieder zur Stromgewinnung aufgestaut. Durch die dadurch entstehende riesige Seen-Landschaft ist ein Paradies für Wasservögel entstanden. Nach ca. 20 km waren wir in Landshut. Es ist Sitz der Regierung von Niederbayern und ein absolutes Muss für jeden Reisenden, hier ausgiebig zu verweilen. Da wir bei anderen Reisen schon mehrfach dort waren, radelten wir dieses mal nur hindurch. Danach ging es mit den Seen weiter. Der Isar-Radweg verlief im Wald auf Wegen, die zum Teil mit groben Schotter belegt waren und das Radln darauf nicht gerade angenehm machten. Zudem sah man auf der rechten Seite Bäume ohne Ende und links einen haushohen Dammwall, hinter dem das Wasser zu vermuten war. Wir wechselten auf die
Dammkrone, was zwar teilweise nicht erlaubt war und die Angler ärgerte, aber ein wenig Aussicht für uns brachte. Man muss jedoch sagen, dass auf der schmalen Dammkrone mit ganzer Vorsicht zu fahren ist, denn der Damm ist zum Wasser hin mit schrägen Betonplatten versehen, was bei einem versehentlich Sturz in Wasser einen lebensgefährlichen Ausgang nehmen kann.
Wir erreichten Dingolfing. Die Stadt ist recht nett und besteht aus Unter- und Oberstadt. Wir unternahmen eine kleine Stadtrundfahrt mit dem Rad, ließen es uns italienisch gut gehen und strampelten weiter unserem heutigen Etappenziel Landau an der Isar entgegen. Vorher wurden wir am Isar-Radweg durch einen Hinweis auf eine Sehenswürdigkeit aus der Reihe "Bayerns schönste Geotope" aufmerksam,
den Wachsenden Felsen von Usterling
Unsere Unterkunft lag weit außerhalb der Altstadt von Landau in einem Industriegebiet. Ruhig war es hier schon. Wir sind dann zu Fuß in die Altstadt gegangen, 2,5 km je Richtung. Außer viel Berg und einer Kirche hielt sich das kulturelle Angebot in Grenzen. Im Gasthof "Oberkrieger" (das kommt wohl von der Oberstadt und die Biermarke "Krieger") sind wir eingekehrt und haben den Abend gemütlich ausklingen lassen.
Tag 3 – Landau - Vilshofen: 69 km / 147 hm
So öde, wie
es gestern entlang der Isar ging, war auch heute der Weg. Eine kleine Abwechslung versprach ein Wegweiser nach Schloss Tannegg. Es ging steil durch den Wald den Berg hinauf. Der Burgherr hatte das Anwesen anscheinend schon vor langer Zeit aufgegeben. Heute beherbergt es eine Suchthilfe Einrichtung der Ordenswerke des Deutschen Orden. Wir fuhren den steilen Waldweg nicht zurück und blieben für einige Kilometer auf der ruhigen Landstraße. Endlich bot sich anstelle von Bäumen und Damm ein Weitblick bis hin zum nahen Bayerischen Wald. Als die Landstraße nicht mehr parallel zum Isar-Radweg verlief, mussten wir wieder zurück ans Wasser.
Nördlich von Plattling hatten wir geplant, die einzige Brücke über die Donau auf die linke Fluss-Seite Richtung Deggendorf zu
benutzen, entschieden uns aber anders. Wir fuhren bis zum Stadtplatz von Plattling, wo wir kurz verweilten und radelten dann wieder auf die gleiche Seite der Isar, wie wir schon vorher unterwegs waren und steuerten das Mündungsdelta von Isar und Donau an. Irgendwie hatten wir uns das anders vorgestellt. Von der Mündung bekamen wir gar nichts mit. Aufgrund des Naturschutzgebietes wurden wir weiträumig daran vorbei geleitet. Lediglich das Isar-Informations-Zentrum bot viel Sehenswertes in Sachen Isar von der Quelle bis zur Mündung.
Wir hatten weiterhin vor, auf die linke Donau-Seite zu wechseln, da wir vor ein paar Jahren bei unserer Altmühl-Donau-Reise hier mit der Personen- und Fahrradfähre vom linken auf rechte Ufer über gesetzt haben und dann nach Vilshofen geradelt sind. Was lag da näher, das Gefährt diesmal in anderer Richtung
zu benutzen und nach Niederalteich über zu setzen. Wir besichtigten das schon von weitem zu sehende Benediktinerkloster und fuhren dann noch etwas öde hinter dem Damm dahin, bis die Wegführung abwechslungsreicher wurde. Es ging durch Felder, kleine Orte und wieder mal an die Donau. Es war ein regelrechter Genuss gegenüber dem zum Teil recht langweiligen Isar-Radweg.
Gegen 17:00 Uhr erreichten wir Vilshofen. Schon bei der Fahrt durch den Ort auf dem Weg zum Hotel hatten wir den Eindruck, einen schönen Ort für unser heutiges Quartier geplant zu haben. Im Hotel lag ein Stadtrundgang aus, und dem folgten wir, von Ritter Tuschel, dem Wohltätigen bis zum Wolferstetter Keller, in dem alles andere als Wohltätige alljährlich in kernigen Reden über den politischen Gegner herziehen. Hier ist sogar voller Stolz ein Konterfei aus Bronze desjenigen Herrn angebracht, nach dem der Münchner Flughafen benannt ist. Heute sind die Spezialdemokraten hier Herr im Hause.
Eingekehrt sind wir beim Zorbas, dem Griechen. Wir wurden mit je zwei Ouzo betäubt. Anders ist anscheinend der
Autolärm nicht zu ertragen, der gefühlt "mitten durch den Biergarten" über die schön gepflasterte Innenstadt braust. Wir fragen uns immer wieder. Was tun sich solche Städte an? Wie viel wohnlicher könnte es für alle sein, ohne Abgasgestank und Autolärm. Dann gibt es am Donauufer, direkt hinter der Hochwasser-Schutz-Mauer zur Altstadt viele kostenlose Parkplätze, und was macht die Stadt? Sie baut mitten im Altstadtkern, maximal 100 Meter Luftlinie entfernt ein riesiges, hässliches Parkhaus. Wahrscheinlich musste da noch schnell ein Spezl-Bauauftrag unter Dach und Fach gebracht werden. Wann lernen eigentlich unsere Stadtväter, dass es auch ein Leben neben dem Auto gibt.
Tag 4 – Vilshofen - Schärding: 43 km / 119 hm
Heute standen
nur ca. 40 km auf dem Programm und so konnten wir uns Zeit lassen. Bei strahlendem Sonnenschein erreichten wir bald Passau. Eine Stadtbesichtigung stand heute nicht auf dem Programm, da wir schon mehrfach hier waren. Also gönnten wir uns einen Kaffee in der Fußgängerzone und schauten dem Treiben ein wenig zu. Die Stadt ist hier sehr schmal zwischen Donau und Inn fest eingepresst. Eigentlich fließt hier die Donau in den wasserreichsten Fluss Bayerns, den Inn. Aber es ist halt wie im richtigen Leben. Nicht alles geht gerecht zu. An der schönen Inn-Promenade verweilten wir noch ein wenig und setzten dann flussaufwärts unsere Reise fort. Man merkte gleich, im Gegensatz
zur Donau, dass wir an den Gestaden eines Gebirgsflusses waren. Es sah alles etwas rauher und wilder aus.
An der Stadtgrenze von Passau, am Ende des riesigen Uni-Geländes wies ein Schild nach Schärding. Entgegen unserer Planung fuhren wir am Kraftwerk Passau-Ingling auf österreichischen Boden. Von hier bis nach Salzburg markiert der Inn und später die Salzach die Grenze zwischen Deutschland und Österreich. Man hat fast immer die Qual der Wahl, auf welcher Fluss-Seite man fährt. Wir entschieden uns bis Burghausen für Österreich.
In Wernstein fuhren wir zwar über die imposante Hängebrücke zurück auf deutschen Boden, jedoch empfahl uns ein einheimischer Radler die restlichen acht Kilometer nach Schärding in Österreich zu bleiben. Der wunderschöne, wenn auch durch das Inn-Hochwasser im Juni 2013 etwas mitgenommene Radweg sowie der atemberaubende Blick auf Kloster Vornbach gaben ihm recht. Gegen 14:30 Uhr erreichten wir Schärding.
Die Unterkunft im Hotel Eibensteiner **** war wohl die komfortabelste dieser Reise, aber auch die teuerste. In Schärding hatten wir im Vorfeld Schwierigkeiten, eine Unterkunft zu finden, aber das
Juwel am Inn wollten wir uns nicht entgehen lassen. So konnte unser Stadtrundgang durch die Barockstadt im Innviertel, wie sich die Stadt nennt, beginnen. Der wunderschöne Stadtplatz liegt zwar sicher vor Hochwasser geschützt, jedoch hatten die näher zum Inn gelegenen Gebäude im Juni 2013 nicht so viel Glück. Wir sahen Sandsäcke in Fenstern liegen, die sich drei Meter über dem Straßenbelag befinden. Fotos vom 03.06.2013 zeigten, wie hoch die braune Brühe stand. Dagegen ist unser Hochwasserschaden im Keller geradezu als Peanuts anzusehen.
Nach dem Rundgang gönnten wir uns noch etwas Kulinarisches beim Stadtwirt, bevor wir uns in das Getümmel des Alstadtfestes stürzten. Bei netten Gesprächen ließen wir den Abend ausklingen.
Tag 5 – Schärding - Burghausen: 73 km / 377 hm
Bedingt durch
das Hochwasser ist auch vorübergehend der eine oder andere Weg verschwunden, bzw. es sind kurzfristig neue Provisorien auf dieser beliebten Route geschaffen worden. Wir blieben in Österreich und fuhren abwechslungsreich durch die Felder Richtung Obernberg. Kurz vorher, in Reichersberg war wieder eine Umleitung nötig. Auch hier hatten die reißenden Fluten des Inn den Weg unpassierbar gemacht. Die Umleitung brachte uns, gespickt mit ein paar kräftigen Höhen, zu einem wahren Kleinod, nach Obernberg. Der Marktplatz ist gesäumt von liebevoll anzuschauenden Fassaden. Wir kamen am Renaissanceschloss Schloss Hagenau vorbei, und jetzt war es nicht mehr weit nach Braunau am Inn.
Es ist die älteste Stadt im oberösterreichischen Innviertel und Geburtsstadt eines deutschen Politikers, den es besser nicht gegeben hätte.
Wir fuhren an den Inn zurück. Und wieder begann die ungeliebte Wegführung, entweder auf dem Damm oder dahinter. Der Weg war diesmal mit grobem Rollkies belegt und nur mühselig zu befahren. So wechselten wir nach fünf Kilometern dieser Tortur auf die Landstraße. Nach weiteren drei Kilometern kam dann auch die offizielle Wegführung auf der Landstraße an, denn im Mündungsbereich von Inn und Salzach geht es nicht weiter. Wir sahen uns den Zusammenfluss
der beiden Gebirgsflüsse von oben an. Weitere drei Kilometer mussten wir uns die Straße mit dem motorisierten Verkehr teilen, dann wurden wir ins Salzachtal nach Überackern hinunter geleitet, um wenig später in Weng wieder hinauf zu strampeln. Durch Duttendorf ging es noch einen Kilometer entlang der Landstraße und dann einen steilen Berg hinunter ins oberbayerische Burghausen.
Die alte Herzogsstadt Burghausen liegt romantisch an der Salzach, die hier die Grenze zu Österreich bildet. Auf einem Höhenzug über der Altstadt erstreckt sich die Burg zu Burghausen, die sich mit 1051 Metern Länge
die längste Burganlage der Welt nennt. Gewohnt haben wir mitten in der Altstadt. Wieder mit einem Stadtführer bewaffnet durchstreiften wir erst die Altstadt und wanderten dann zur Attraktion der Stadt, zur Burg. In der weitläufigen Anlage hat man neben den historischen Sehenswürdigkeiten einen wunderbaren Rundumblick. Viel Radeln und Wandern macht hungrig, und so kehrten wir in der Unterstadt ein. Eigentlich war erst für den Folgetag Regen gemeldet. Aber das Wetter hielt sich nicht daran, und wir schlichen uns an den Fassaden entlang, um halbwegs trocken zur Unterkunft zurück zu kommen.
Tag 6 – Burghausen - Rosenheim: 90 km / 469 hm
Für unseren
letzten Tag war regnerisches Wetter gemeldet. Da wir 90 Kilometer nicht im Nassen fahren wollten, hatten wir vor, den Zug zurück nach Rosenheim zu nehmen. Aber wir wurden mit wolkigem Himmel, teils mit Sonne geweckt. Also wurde umdisponiert, und wir traten die Heimreise doch per Rad an. Die Sicht in die Alpen war trotz der Entfernung dorthin recht gut. Wo es so klar ist, kann es nicht regnen, dachten wir. Wir steuerten auf Trostberg im Alztal zu. Hier war von Weitem die Sicht nicht mehr so klar, und wieder beschlossen wir, den Zug zu nehmen. Aber in Trostberg angekommen, blinzelte hin und wieder die Sonne durch. Wie schon in Burghausen, fuhren wir weiter. Der nächste Bahnhof auf unserer Strecke wäre jetzt Bad Endorf,
also kurz vor Rosenheim. Als wir in Truchtlaching waren, zog sich der Himmel bedrohlich zu. Im Keltendorf bei Stöffling legten wir noch eine kurze Pause ein. Es ging weiter nach Seebruck am Chiemsee, und als wir diesen in Gollenshausen verließen, verließ uns auch das Gefühl, trocken in Rosenheim anzukommen. Es fing an zu regnen. Da wir ab hier durch viele andere Touren die Gegend bestens kennen, versuchten wir auf schnellstem Wege zurück nach Rosenheim zu kommen. Erst in Rosenheim ließ der Regen wieder nach, aber wir waren ja auch zu Hause.
Zusammenfassung
Am Schönsten empfanden wir es, wenn wir durchs Land fahren konnten, also am ersten und am letzten Tag. Flussradwege haben den Vorteil, dass in den meisten Fällen kaum mit Höhen zu rechnen ist. Aber die Wegführung wird unter Umständen recht öde, wenn aus dem netten Bächlein ein ansehnlicher Fluss geworden ist. Zehn Kilometer hinter dem Damm auf holprigen Schotterwegen ohne kleine Dörfer oder Städte ist nicht unser Ding.
Die gesamte Reise ist ca. 450 km lang und es sind ca. 1.400 Höhenmeter zu bewältigen.
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