Rücksprung zum vorherigen Bild oder zum letzten Thema
erstellt von Kurt am 15.09.2012 / letzte Änderung am 19.11.2012
Dieser Bericht wurde 420 mal angesehen.
Nach einer Nacht am A... der Welt hatten wir uns heute wieder ein Ziel mit historischem Hintergrund ausgesucht. Hier soll mal der Baron Münchhausen die tollsten Geschichten erlebt haben. Nun, wo das ist, erfahrt ihr hier.
In Wahmbeck gab es nicht viel Möglichkeiten, den Abend zu verbringen. Da wir noch hungrig waren, trieb es uns außer
Haus. Zuerst besuchten wir das Highlight des Ortes. Hier verkehrt noch die einzige Weserfähre ohne eigenen Antrieb. Nur durch geschicktes Steuern gegen und mit der Strömung hangelt sie sich an einem Seil hin und her.
Zwei Gasthäuser warteten auf uns. Im Hotel „Otto“ bot die Speisekarte lt. Aushang eine ansehnliche Auswahl, im Lokal zeigte sich jedoch, dass Papier geduldig ist. Also gingen wir wieder. Es blieb die Dorfkneipe im „Krug zum grünen Kranz“ übrig. Außer uns hatte wohl niemand Essensabsichten. Die Auswahl war nicht üppig, aber das, was kam, war preisgünstig und gut. Bis dahin waren wir auch
recht zufrieden. Nur dann fing der Wirt und seine Gäste an zu rauchen. Auch in Niedersachsen ist es verboten, in Gaststätten zu rauchen, aber das scheint hier keinen zu interessieren. Wir wurden rücksichtslos vollgepafft. Schnell suchten wir das Weite. Auch in anderen Gaststätten auf unserer Reise erkundigen wir uns inzwischen, ob das Lokal rauchfrei ist.
Der Himmel präsentierte sich an diesem Morgen grau in grau, und die Temperaturen waren nicht einladend. Schon am Tag vorher hatten wir uns sehnsüchtig an unsere letzte Reise 2011 in Italien erinnert, also, was die Wärme betraf. Aber es half nix, alles wärmende wurde angezogen und los ging es.
Gleich nach dem Ort wartete ein steiler Berg, dann ging
es über wunderschöne Wege Bad Karlshafen entgegen. Oberhalb der Stadt hatten wir wie auf einer Aussichtskanzel einen guten Blick auf die Stadt mit der Saline. Im Ort wurden schnell ein paar Besorgungen erledigt und weiter ging es.
Bald kamen wir nach Beverungen, eine weitere der vielen schönen Fachwerkstädte. Jetzt hatte sich mehr und mehr die Sonne durchgesetzt, aber weiterhin war es recht frisch. Wir fuhren wieder links der Weser in Nordrhein-Westfalen. Kurz vor Höxter wies eine weiße Markierung mit zwei Kirchtürmen auf der Straße auf ein Weltkulturerbe hin. Höxter hatte solche Türme und wir fuhren in die Stadt. Wie schon in Beverungen und vielen anderen Städten vorher warteten beeindruckende Fachwerkbauten auf uns, aber kein Weltkulturerbe, also ging es weiter. Wenige Kilometer hinter Höxter kam dann das Objekt der Begierde, das
Barockschloss von Corvey. Zu einer Besichtigung fehlte uns die Zeit, sonst kommen wir nie mehr ans Meer.
Über schöne Wege, leider immer wieder gespiekt durch heftige Gegenwindböen, erreichten wir Holzminden, wo wir im Hafengebiet eine kleine Rast einlegten. Jetzt war es absehbar, bis wir Bodenwerder erreichten, die Heimat vom Lügenbaron Münchhausen. Überall in der Stadt sind Bronze-Skulpturen aufgestellt, die seine Geschichten repräsentieren. Wir selbst fanden durch andere Radler aus der Gegend eine nette Unterkunft im Cafe Rosengarten.
Zum nächsten Tag
Zum vorigen Tag
Zurück zur Übersicht der Reise
Rücksprung zum vorherigen Bild oder zum letzten Thema
Diverse Berichte
Freie Weltkarte
Das Dokument ist zu Ende. Es folgt nur noch die Navigation in der Fußzeile.