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erstellt von Kurt am 17.09.2012 / letzte Änderung am 27.09.2012
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Manchmal geht etwas schneller zu Ende, als man denkt.
Noch am Sonntag hatten wir unsere Reise weiter Richtung Norden geplant, d.h. wir wollten am Mittwoch in Bremen sein. Für den Montag, also den Tag unserer Weiterreise war sommerliches Wetter angekündigt, leicht
bewölkt und 22 Grad. In der Früh sah es noch danach aus, zu unserem Abfahrtstermin, diesmal schon gegen 8:30 Uhr, zog es zu und wurde kalt. Ein Blick auf die weitere Wettervorhersage brachte nichts Gutes. In unserem Zielgebiet, bzw. schon ab Bremen sinken die Temperaturen ab Mittwoch bis auf 14 Grad, gemixt mit leichtem Regen. Da wir beim Radln nicht jeden Tag dick eingepackt sein wollten, entschlossen wir uns kurzerhand, die Reise hier zu beenden. Eine akzeptable Zugverbindung war erst ab Dienstag zu bekommen, und so geht es an diesem Tag nach Rosenheim zurück.
Aus dem Nordseestrand wurde diesmal also nichts – schade.
In Minden hatten wir das Glück, dass unsere komfortable Unterkunft, übrigens die schönste dieser gesamten Reise, noch frei war, und so blieben wir einen weiteren Tag dort. Eine angestrebte Rundfahrt auf den Wasserstraßen dieser Stadt, hier kreuzt der Mittellandkanal die Weser, fließt sozusagen über sie hinweg, war uns leider nicht vergönnt, da montags keine Schiffe fahren.
Am Dienstag
sind wir dann mit dem Zug zurück nach Rosenheim gefahren. Um 8:30 Uhr ging es los, und wir waren mit dem Regionalzug relativ pünktlich in Dortmund. Zum Trost für den total vermurksten Rosenheimer Bahnhof kann man nur sagen, Dortmund mit zehnmal so viel Einwohnern ist noch schrecklicher.
Der IC nach Stuttgart kam schon mit ca. fünf Minuten Verspätung und in falscher Reihenfolge, also umgekehrt als im Wagenstandsanzeiger. Naja fünf Minuten, bei einer halben Stunde Umsteigezeit in Stuttgart sollte das kein Problem sein. Das dachte sich wohl die Bahn auch, also steuerten wir nach Essen Hbf anstelle von Duisburg Oberhausen an und standen da, keine Durchsage, nichts. Dann hieß es, der Zug wechselt die Richtung. Als wir dann endlich weiterfuhren Duisburg erreichten und dies wieder verließen, kam die Durchsage, dass der Zug mit 40 Minuten Verspätung Dusiburg verlassen habe. Auf die Bahn ist eben doch Verlaß - kein IC ohne Verspätung.
Bevor wir Stuttgart erreichten, waren wir immer noch 30 Minuten hinter der Zeit. Der Anschlusszug wartete, und im Galopp eilten wir zum anderen Gleis, wo der Zug nach Rosenheim stand. Vorher hatten wir den Zugführer darauf aufmerksam gemacht, dass eine Stunde später ein weiter EC
nach Rosenheim fährt, den wir hätten nehmen können. Da muss sich der Kunde schon mit eigenen Mitteln (Smartphone) bemühen, um eine alternative Verbindung zu bekommen. Er notierte sich den Fall, Rückmeldung: Fehlanzeige. Der Fahrgast wird teilweise eher wie ein Bittsteller als ein zahlender Kunde betrachtet.
Der relativ pünktlich in Stuttgart abgefahrene Zug hatte in München Hbf bereits wieder einige Verspätung eingefahren. Diese wurde dort durch einen zügigen Richtungswechsel ausgeglichen. Es ging also pünktlich los in München Hbf, in Rosenheim waren es bereits wieder fünf Minuten Verspätung. Man kann nur noch resignieren.
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