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erstellt von Monika am 29.03.2013 / letzte Änderung am 03.10.2019
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Kurt hatte im Herbst letzten Jahres die gute Idee, das Rennradfahren auf Mallorca auszuprobieren.
Wir kamen einen Tag später angeflogen, die
anderen sechs hatten schon die ersten Blasen unterm Hintern. Der Rad-Reiseveranstalter Hürzeler ist in Mallorcas Norden allgegenwärtig. Die geliehenen Räder waren echt gut. Empfehlenswert wäre nur, den eigenen Sattel mitzunehmen.
Nach einem wunderschönen Ausflug zur Cala de Sant Vicenc mit den ersten Ausblicken auf blaues und türkises Meer, Sand- und Felsenstrände an unserem ersten Tag, kamen vier von uns an unserem zweiten Rennradtag in diesem Jahr auf die verrückte Idee, die Küsten-Klassik von Andratx zurück nach Playa de Muro zu fahren, d.h. 135 km und 2350 Höhenmeter.
Da der Bus nach Andratx erst um 9:00 Uhr startete, saßen wir etwas spät um 10:30 Uhr auf den Rädern. Nach fünf kleineren Hügeln und einer kurzen Rast in Soller erreichten wir die Auffahrt zum Puig Major.
Wir hatten wunderschöne Aussichten auf blaues Meer und mediterrane Orte, konnten uns aber kaum aufhalten, da uns die Zeit davon lief. Auf einer Höhe von 880 m mussten wir einen unbeleuchteten Tunnel durchfahren, eine erhöhte Anforderung an Sehkraft und Gleichgewicht. Mit Sonnenbrille
hatte Stefan die Wahl zwischen blind oder blind. Wir freuten uns nun auf eine lange Abfahrt. In der beginnenden Dämmerung bot das Gebirge bizarre Aussichten. Zwar harmlose, aber unsere Fahrt doch einbremsende weitere Anstiege verzögerten das Vorankommen, so dass wir in die Dunkelheit kamen.
Da begann das Abenteuer. Ohne Licht bei Mondenschein auf Rennrädern über kleine Landstraßen zu jagen, kann nicht mehr als das reine Urlaubsvergnügen bezeichnet werden. Glücklicherweise sind die Autofahrer im Norden Mallorcas rücksichtsvoll und hupten uns nicht in den Wassergraben am unbefestigten Straßenrand,
den wir erst im Scheinwerferlicht wahrnehmen konnten. Orientierung gab uns der weiße Mittelstreifen. Die Schmerzen am Hintern auf ungewohntem Sattel waren vergessen. Es galt nur noch, ohne Sturz in ein Schlagloch zum Hotel zu kommen.
In den beleuchteten Straßen der Stadt rutschte das Herz aus der Hose zurück in den Brustkorb, das Radeln wurde wieder leicht. Bei unserer Rückkehr war die Fahrradgarage verschlossen. Daher mussten die Räder – verbotenerweise - im Wohnzimmer von Uli und Christophs Appartment übernachten. Der Tacho zeigte 135 km und 2500 hm. Freundlicherweise wurde uns erlaubt, die Reste des bereits geschlossenen Abendbuffets auf zu essen. So gestärkt konnten wir dann noch entspannt auf
den 20. Hochzeitstag unserer Freunde anstoßen.
Am nächsten Tag war bei Nieselregen Pause angesagt. Am Donnerstag fuhren wir dann zu acht auf den Coll de Sa Batalla. Die fünfprozentige Steigung über 7,5 km schafften alle ohne Probleme. Stefan und Christoph verließen uns, um Sa Calobra mit nochmal 1000 Höhenmetern zu fahren. Der Rest rollte gemütlich mit schöner Rast in Pollenca nach Hause. Zum Abendessen fanden wir dann alle wieder zusammen. Am Freitag, unserem letzten gemeinsamen Radeltag, fuhren wir durch wunderschöne Gärten nach Pollenca, wo wir uns wieder in zwei Vierergruppen aufteilten. Viere fuhren zum Cap de Formentor, das die anderen sich während unserer Küsten-Klassik erfahren hatten. Am
Strand von Formentor wagte Christoph sogar ein Bad im Meer. Wir schauten ihm mit Schaudern zu.
Am Samstag bereiteten sich die anderen bereits auf ihre Rückreise vor. So fuhren wir einen Track, den Kurt bereitgestellt hatte, zu zweit Richtung Süden über Arta nach Porto Cristo und von dort über Manacor und Petra zurück nach Playa de Muro. Schön war diese Tour, wenn wir die großen Straßen verlassen konnten und durch Felder, Wiesen, Ziegen-, Schaf- und Schweineweiden dahin radelten.
Vor unserem Abflug am Sonntag besuchten wir Palma. Die
Kathedrale beeindruckte uns sehr. Wie es Fahrrädern in Palma ergeht, könnt ihr auf dem Foto erkennen. Die Innenstadt war bei heruntergelassenen Läden an den meisten Geschäften bis auf einige architektonisch interessante Gebäude eher langweilig. Also machten wir uns auf zum Flughafen, genossen dort auf der Terrasse noch mal die Sonne und landeten pünktlich in München, wo uns Temperaturen um 0° und Schnee schockierten. Bei 15-20° und Sonne war uns das Wetter auf Mallorca angenehmer.
Neben den Bilder in diesem Bericht gibt es noch viele weitere unter: Bilder Radreisen und für Freunde von bewegten Bildern den Film: Rennradurlaub Mallorca 2013.
Viel Vergnügen!
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