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erstellt von Kurt am 27.06.2013 / letzte Änderung am 03.10.2019
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Es gehört schon zum festen Programm von RoRadln - eine gemeinsame Radreise. Nach zwei Jahren in Italien, ging es diesmal ins Südsteirische Weinland.
Tag 01 - 16.06.13 - Anreise
Im Laufe des Sonntags stand die individuelle Anreise nach
Gamlitz auf dem Programm. Abends trafen sich dann alle Teilnehmer zuerst im Buschenschank zum gemeinsamen Abendessen. Danach kraxelten wir auf den Schererkogl und besprachen bei atemberaubender Aussicht in die umliegenden Weinberge das Programm für die nächsten Tage. Da tropische Temperaturen von weit über 30 Grad angesagt waren, sollte es zu Verschiebungen und der Planung leichterer Touren kommen, aber dazu später mehr.
Tag 02 – 17.06.13 – Große Weinland-Runde
Am Abend
vorher war die heutige Tour mit dem Titel „Große Weinstraßen-Runde“ vorgestellt worden. Da es nur 50 km sein sollten wurde der Titel etwas belächelt. Am Ende der Tour war vielen nicht mehr zum Lachen zumute.
Erstmal wurden alle Räder hergerichtet, die Technik wie GPS und Lenker-Kamera aufgebaut, die Luft nochmal geprüft und dann ging es, wenn auch etwas verspätet los. Zwei weitere Teilnehmer, die in unserer Unterkunft keinen Platz mehr gefunden hatten, warteten etwas bergauf auf uns. Jetzt waren die dreizehn Personen komplett und steuerten gemeinsam die Weinstraße an, auf deren Höhen wir heute unterwegs sein wollten.
Kräftige Steigungen und Temperaturen von 34 Grad machten
es uns nicht gerade leicht, und nach ca. 300 hm bei nur 10 km traten die ersten Kreislaufprobleme auf. Ein Teil der Gruppe fuhr zur Kreuzbergwarte, mit ihren 640 Metern der höchste Punkt weit und breit, andere versuchten durch pausieren den Kreislauf wieder auf Trab zu bringen. Danach ging es über Eichen-, Kranach- und Labitschberg bei atemberaubenden Aussichten in die umliegenden Weinberge wieder hinab ins Tal. In Ehrenhausen hatten wir den tiefsten Punkt der heutigen Tour erreicht. Hier kehrten wir zur Mittagspause ein. Zwei Personen verließen hier die Gruppe und fuhren zum Baden.
Für den Rest
stand der zweite kräftige Anstieg des Tages auf dem Programm. Es ging hinauf zum Graßnitzberg. Die Steigung war zwar moderat, jedoch verläuft die Streckenführung zumeist in der prallen Sonne, was bei diesen Temperaturen besonders an den Kräften zehrte. Oben angekommen, fehlten drei Personen. Ein Telefonanruf brachte Klarheit. Alle sind wohlauf, aber durch die Anstrengungen total geschafft. Gemeinsam fuhren wir noch ein Stück weiter, bis endlich fest stand: Acht Personen fahren mit dem Rad zurück zur Unterkunft, die anderen holen wir mit dem PKW ab.
Wer
glaubte, auf den Höhen der Weinstraße ginge es gemütlich daher, wurde eines Besseren belehrt. Ständige Abfahrten, gespiekt mit ebensolchen knackigen Anstiegen wechselten sich ab, und nach jeder Biegung boten sich einmalige Blicke in das wunderschöne Weinland.
Zum Abendessen ließen wir uns heute mit dem Gast-Taxi zum Weingut Trabos am Labitschberg bringen. Die Rennradler unter uns waren sportlicher und fuhren mit den eigenen Gefährten zum Buschenschank und wieder zum Schererkogl zurück.
Tag 03 – 18.06.13 - Mur
Aufgrund der
weiter anhaltenden tropischen Temperaturen stand heute nach dem anstrengenden gestrigen Tag eine leichte Runde auf dem Programm; es ging entlang der Mur bis Donnersdorf und auf slowenischer Seite über Mureck zurück. Um die Flachstrecke nicht mit dem anschließenden Aufstieg zu unserer Unterkunft am Schererkogl zu garnieren, vereinbarten wir unseren Treffpunkt am Schwimmbad in Gamlitz. Hier stand genügend freier Parkraum zur Verfügung, um unsere Autos für die Zeit der Radtour zu parken.
Wir fuhren in Ehrenhausen auf den Mur-Radweg, dem wir 35 km folgten. Unterwegs wurde die Murfähre "Weitersfeld – Sladki Vrh", die Schiffsmühle
bei Mureck und der Murturm besichtigt. Dann ging es in Donnersdorf über die Mur nach Slowenien. In einem netten Lokal am Mur-Drau-Radweg kehrten wir ein und ließen es uns bei Forellen, Cevapcici und gekühlten Getränken gut gehen. Bei Mureck kamen wir wieder nach Österreich zurück.
Auch dieser Tag hinterließ aufgrund der brütenden Hitze bei einem Teilnehmer seine Spuren. Es war einfach zu heiß für jegliche Anstrengung. So schnell konnten wir gar nicht fahren, um uns durch den Wind Kühlung zu verschaffen.
Der abendliche Abschluss verlief wie immer bei atemberaubender Sicht auf dem Schererkogl. Am folgenden Tag sollte es nach Graz gehen.
Tag 04 – 19.06.13 – Graz
Auch
heute war wieder mit tropischen Temperaturen zu rechnen, und so entschieden wir uns, die Tour nach Graz zu unternehmen. Zwei Personen zogen heute einen kompletten Tag in Eigenregie vor. Die vier Rennradler unter uns wollten ihre leichten Gefährte benutzen und fuhren schon in der Früh gegen 6:00 Uhr los. Noch knapp über 50 % der Teilnehmer wählten die bequemste Reisemöglichkeit, nämlich den Zug.
In Graz standen alle wichtigen Highlights der Stadt auf dem Programm, angefangen vom
Kunsthaus an der Mur, der Murinsel, dem Schlossberg mit einem umfassenden Blick auf die Stadt und dem Grazer Wahrzeichen, dem Uhrturm, dem Schlossbergtunnel, der schönen Altstadt mit Dom und, und, und. Zwischendurch trafen wir zwei von vier Rennradlern und machten uns gegen 17:00 Uhr pflastermüde wieder auf den Heimweg mit der Bahn. Die Rennradler fuhren mit ihren eigenen Gefärten zurück und brachten es auf ca. 120 km an diesem Tropentag.
Wer in Deutschland immer wieder mit Verspätungen wegen Störungen im
Bahnbetrieb rechnen muss, kommt auch in Österreich voll auf seine Kosten. Hier warteten wir wegen angeblicher Weichenstörung in brütender Hitze auf die Weiterfahrt, denn nur der Fahrtwind durch die geöffneten Fenster brachte ein wenig Kühlung.
Gegen 19:30 Uhr trafen sich neun Radler wieder zum gemeinsamen Abendessen auf dem Schererkogl. Weitere zwei Teilnehmer, die nicht gemeinsam mit uns wohnen konnten, hatten von vorn herein ihre Teilnahme für den heutigen Abend abgesagt.
– 20.06.13 - Heimschuh
Für diesen Tag hatten wir am Vorabend eine weitere leichte
Tour geplant, da inzwischen Temperaturen von 37 Grad angesagt waren. Wie schon bei der Mur-Tour trafen wir uns auch heute wieder am Schwimmbad in Gamlitz. Über die Weinleiten-Höhenstraße und den Gubtaler Höhenweg kamen wir relativ leicht auf die ersten Höhen bei ca. 370 Metern über NN. Dann ging es relativ steile 90 hm bergab, um nach kurzer Zeit erneut wieder auf 380 hm anzusteigen. Die nächste rasante Abfahrt brachte uns nach Heimschuh.
In der Kernölmühle hatten wir die Möglichkeit, uns umfassend über die Herstellung vom Steirischen Gold
zu informieren. Es wurden noch die einen oder anderen Schmankerl eingekauft und weiter ging es auf dem Sulmtal-Radweg zur Kreisstadt unseres Urlaubsgebietes, nach Leibnitz. Hier soll sich der schönste Stadtplatz der Steiermark befinden. Schön war er schon, aber es war auch tierisch heiß. Wir suchten uns im Hinterhof einer Konditorei einen schattigen Platz und ließen es uns gut gehen. Die Zwei von uns hatten sich inzwischen wieder ausgeklinkt, um ihre eigenen Wege zu gehen.
Der Rest der Gruppe fuhr nach gemütlicher und ausgiebiger Rast auf dem Murradweg zurück zum Ausgangspunkt am Schwimmbad nach Gamlitz. Kräftiger Gegenwind störte nicht, ganz im Gegenteil, er brachte ein gewisses Maß an Abkühlung an diesem Tropentag.
Der Abend klang wieder auf dem Schererkogl mit fast gemeinsamen Abendessen aus. Die zwei Außenseiter
kamen später hinzu, sie waren wo anders eingekehrt und merkten wohl doch den leichten Unmut in der Gruppe. Es wurde klar gestellt, dass zwar jeder sein Ding machen kann, wir aber eigentlich nach dem Motto von RoRadln eine gemeinsame Gruppenreise veranstalten.
Für den folgenden Tag wurde aufgrund der andauernden tropischen Temperaturen eine leichte Tour entlang der Mur bis Lebring und dann entlang von Lassnitz, Sulm und Mur geplant.
– 21.06.13 - Mur, Laßnitz und Sulm
Heute trafen sich wieder
alle am Schwimmbad, Anreise entweder mit dem Rad oder mit dem Auto. Gemeinsam fuhren dann dreizehn Personen los und blieben heute bis zum Ausgangspunkt am Schwimmbad zusammen. Zuerst rollten wir hinab nach Ehrenhausen und dann an der Mur entlang Richtung Graz bis nach Lebring. Hier war die Umkehr der Tour. Bei brütender Hitze und Null Schatten ging es durch Industriegebiete und dann auf kerzengeraden Wegen entlang eingezäunter riesiger Badeseen. In Tillmitsch wurde es dann wieder beschaulicher und wir erreichten die Laßnitz, einen Nebenfluss der
Sulm.
Am Zusammenfluss der beiden, auf dem Genuss-Radweg, an einem sogenannten Genuss-Platz machten wir eine großzügige Pause und genossen die Kühle des plätscherden Wassers. Beim Sulmwirt in Aflenz kehrten wir dann im schattigen Biergarten ein und ließen es uns gut gehen. Der anschließende Besuch im Römerbergwerk fand nicht statt, da die Tür zur Grube verschlossen war. Lediglich die heraus strömende Kühle bot uns Erfrischung. Über Retznei, vorbei am obligatorischen Zementwerk, das in keiner beschaulichen Gegend fehlen darf (wir haben in Rohrdorf auch eins), erreichten wir bald wieder
Ehrenhausen und kurz danach den Ausgangspunkt am Schwimmbad.
Ab 19:00 Uhr stand wieder gemeinsames Schererkogl-Abendessen auf dem Plan, eine der schönsten Übungen des gesamten Tages. Für den morgigen Tag ist die Fahrt nach Maribor angesagt, Abfahrt wegen der Hitze und der anstrengenden Anfahrt über die Berge ist auf 6:30 Uhr angesetzt. Familie Adam, unser Wirt, bereitet uns hierfür extra Stullen anstelle von dem ausgefallenen Frühstück zu.
Tag 07 – 22.06.13 - Maribor
Wie am Vorabend besprochen trafen
wir uns gegen 6:15 Uhr an der Garage mit den Rädern. Bei einem Rad war noch ein Plattfuß zu beheben, was die geplante Abfahrt um 6:30 Uhr ein wenig verzögerte. Frau Adam hatte Brote für uns zubereitet. Das war nicht nur ein Ersatz für das Frühstück, sondern locker eine Ganztages-Verpflegung.
Dann ging es los. Die Temperaturen waren bezogen auf die letzten Tage angenehm. Nach den bereits bekannten Mühen erreichten wir die Weinstraße. Schnell hatten wir unseren Abzweig Richtung Slowenien erreicht. Ein kleines Schild wies jedoch darauf hin, dass der Weg irgendwo in seinem
Verlauf gesperrt sein würde. Da wir nicht wussten, wo das ist und ob es unser Weiterkommen beeinträchtigen würde, entschlossen wir uns die nächste Abfahrt zu nehmen, die dann auch als offizielle Umleitung ausgeschildert war. Nach steiler Abfahrt, zum Teil um 18 % erreichten wir bald Langegg und somit die slowenische Grenze. Auf einer kaum befahrenen Landstraße ging es einige Kilometer dahin, bis wir auf einen neu gebauten Radweg wechseln konnten.
Im Gegensatz zur österreichischen Steiermark betrachteten uns manche slowenischen Autofahrer als lästiges Verkehrshindernis und hupten uns
förmlich von der Straße. Vielleicht haben es viele noch nicht begriffen. Radler sind umweltschonender und lassen mehr Devisen im Lande, als die durchbrausende Autofahrergemeinde. Vielleicht fehlt es den Aufgebrachten aber einfach nur an Hirn, was man sich im Gegensatz zu PS nicht kaufen kann.
Eine weitere Nebenstraße brachte neben friedlichem dahin radeln auch eine saftige Steigung mit sich. Jedoch wurden wir durch die anmutige Landschaft für die Strapazen belohnt. Jetzt rollten wir Maribor entgegen. In der Stadt wuselte es. Es war Markt. Zudem rüstete sich die Stadt für ein abendliches
Musikfestival. Wir verabredeten für zwei Stunden später einen Treffpunkt. Somit hatte Jede/r der 13 Personen die Möglichkeit, sich die zweitgrößte Stadt Sloweniens individuell zu besichtigen.
Als sich wieder alle am Treffpunkt eingefunden hatten, wurde wieder einmal über den Wegverlauf diskutiert. Nicht alle wollten den laut GPS geplanten Weg benutzen. Zuerst fuhren wir gemeinsam aus der Stadt, dann trennte sich die Gruppe. Drei Personen suchten sich einen eigenen Weg, der Rest richtete sich nach dem GPS-Track, zumindest solange, bis der Wunsch nach einer Einkehr in Slowenien aufkam.
Wir folgten einem Schild zum " Gostice Denk“" das wir jedoch nie fanden. An allen weiteren Kreuzungen wurde auf eine weitere Wegweisung dorthin verzichtet. Wahrscheinlich stammte dieser eine Wegweiser noch aus Titos Zeiten.
Und der Weg in die Berge hatte es in sich. Ruck zuck hatten wir wieder eine beachtliche Höhe erreicht. Wir entschieden uns, oben zu bleiben und trafen alsbald wieder auf unsere drei Radler, die uns vor gar nicht so langer Zeit verlassen hatten. Es ging weiter bergan, auf Wegen, die wegen der Steilheit und der Untergrundbeschaffenheit kaum ein geordnetes Fahren
zuließen. Unterwegs wurden wir von einer netten alten Dame mit Wasser und Informationen versorgt, bevor wir unsere Räder auf einem schmalen Weg einen zähen Anstieg hinauf schoben.
Hier stand ein Aussichtsturm, und es bot sich ein beeindruckender Blick in die Umgebung. Eine Musikkapelle spielte rechtzeitig zu unserem Erscheinen auf. Einige Radler unserer Gruppe ließen es sich nicht nehmen, einen Walzer auf das Parkett zu legen. Andere waren schon ziemlich platt, hatten wir doch eigentlich einen anderen, leichteren Weg geplant. Jetzt trennten uns noch quälende 17 km auf einem ständigen Auf- und Ab-Kurs entlang der Weinstraße von unserem Ziel, dem Schererkogl. Den Abend ließen wir diesmal im überdachten Buschenschank ausklingen, da das Wetter inzwischen unbeständig geworden war.
Tag 08 – 23.06.13 - Vogau – Slowenien - Mur
Nach den gestrigen
Strapazen hatten einige von uns einen leichteren Kurs zu absolvieren, die anderen wollten wieder mal das Rennrad aus dem Stall holen. Am Vorabend waren die Tracks für beide Gruppen festgelegt worden. Und so ging es los. Die Rennradler starteten ab dem Schererkogl, die anderen trafen sich am Schwimmbad in Gamlitz. Die Rennradler schreiben sicher noch in einem eigenen Bericht über ihre Touren, also auch die nach Graz. Da ich also zur Gruppe der MTBler gehöre, befasst sich dieser Bericht damit.
Wir hatten den Sterzradweg R43
geplant. In Ehrenhausen über die Mur ging es kurz an der Straße entlang, bevor wir über Wirtschaftswege St. Veit am Vogau mit der beeindruckenden Kirche St. Vitus erreichten. Einen Kilometer ging es noch ruhig weiter, dann kamen wir an die stark befahrene Landstraße L208, der wir sieben Kilometer bei Autolärm und Abgasgestank folgen mussten. Uns drängt sich immer wieder der Gedanke auf, dass die Planer solcher Strecken noch nie auf einem Fahrrad gesessen haben. Ich kann diesen Streckenabschnitt jedenfalls keinem Radler für einen touristischen Ausflug empfehlen.
Nach weiteren sechs Kilometern, jetzt wieder auf
ruhigeren Wegen, verließen wir die vorgegebene Wegführung des R43 und steuerten zum Teil sehr schönen Feld- und Waldwegen Donnersdorf entgegen, wo wir die Mur nach Slowenien überquerten. In Apace, in einem gemütlichen Gasthaus, kehrten wir ein, um dann die zweiten 43 km von insgesamt 86 km unserer Strecke auf dem Murradweg (siehe Tag 03) in Angriff zu nehmen.
Wieder zurück am Schererkogl ließen wir den Abend im Buschenschank ausklingen. Tröpfelte es heute schon mal ein wenig, war für den kommenden Tag Regenwetter gemeldet. So überlegten wir uns schon mal, was außer Radfahren zu tun wäre.
Tag 09 – radlfrei – kräftiger Regen
Jeder verbrachte
den Tag nach eigenem Gusto, für den Abend war ein Weinverkostung im Bioweingut Holger Hagen geplant, für Tag 10, ebenfalls laut Wetterbericht regnerisch, bestellten wir eine Besichtigung im Zementwerk. An diesem Event wollen sich sechs Personen beteiligen.
Die Weinverkostung fand wie geplant statt und zeigte uns Einblicke in den ökologischen Weinbau. Anschließend gingen wir gemeinsam zum Abendessen in ein Gamlitzer Lokal. Das Preis-Leistungs-Verhältnis unterscheidet sich hier wesentlich von dem in den Buschenschänken.
Tag 10 – radlfrei – individuelles Programm
Die Vorhersage
für diesen Tag war ebenfalls nicht berauschend, und so verbrachte Jede/r den Tag unterschiedlich. Eine Vierer-Gruppe fuhr ein zweites Mal nach Graz, andere erwanderten morgens in Leutschach die "Heilig-Geist-Klamm". Sieben Personen trafen sich gegen 13:00 Uhr zur Besichtigung des Zementwerkes in Retznei.
Was unter dem Motto: "Vom Stein in den Sack" anfangs wie eine Schnapsidee klang, entpuppte sich als ein sehr interessantes Erlebnis. Eine Person, die zu Beginn
wenig von diesem Vorhaben angetan war und mehr oder weniger aus Mangel an anderen Aktivitäten teilnahm, war hinterher, so wie auch die restlichen Teilnehmer von der interessanten und kurzweiligen Führung begeistert.
Am Ende des Tages stellten wir jedenfalls fest, dass die Wettervorhersage auch hier in der Steiermark eher zur Sage hin tendiert. Den ganzen Tag fiel kein Niederschlag, der eine Radtour beeinträchtigt hätte. Der gemeinsame Abend aller Teilnehmer klang dann gemütlich im Buschenschank aus.
Tag 11 – Südsteirischer Panoramaweg
Am letzten
Tag unserer gemeinsamen Radreise stand nochmal ein wahres Highlight auf dem Programm: "Der Südsteirische Panoramaweg". Zuerst fuhren wir, wie schon an vorherigen Tagen über den Südalpenweg zur Weinstraße oder wie sie in diesem Abschnitt genauer heißt, zum Karnerberg-Radweg. Über den Weinlandradweg rauschten wir hinab bis Schlossberg bei Leutschach. Hier beginnt der Südsteirische Panoramaweg.
Ging es anfangs noch relativ flach dahin, begannen bald die ersten Steigungen. Nach wenigen
Kilometern waren wir wieder um 200 hm gestiegen und der Weg machte seinem Namen alle Ehre. Es boten sich phantastische Ausblicke in nördlicher Richtung hin zum Südsteirischen Weinland. Jetzt war wieder abwärts angesagt, und einige ganz Eilige aus unserer Truppe nutzten den Schwung und flitzten an dem unscheinbaren Abzweig nach Slowenien vorbei. Rufen half nix, sie waren weg. Telefonisch wurde ein neuer Treffpunkt in Zgornja Kungota ausgemacht. Die übrigen neun Personen durchstreiften noch den slowenischen Teil der Panoramastraße, bevor man/frau wieder zusammen traf.
Bei dieser Radreise hatten wir schon diverse
Defekte an unseren Rädern zu beklagen, ob es eine störrische Pedale, eine gerissene Kette oder ein Plattfuß war, so kam heute ein gerissenes Schaltseil hinzu. Ein Teilnehmer hatte Ersatz dabei. Gemeinsam steuerte jeder sein vielfältiges Können bei, um das abgerissene und verhakte Seil aus dem Schaltwerk zu befreien und durch das neue zu ersetzen. Eine verloren gegangene Endhülse im Gras stellte sich als eine Stecknadel im Heuhaufen dar, und die Suche wurde alsbald aufgegeben. Nach einiger Zeit war
der Defekt behoben, und die Fahrt konnte weiter gehen. Auf dem Navi suchten wir gemeinsam ein Lokal aus, denn wir wollten ein letztes Mal auf dieser Reise in Slowenien einkehren. Über einen abenteuerlichen Weg fanden wir dann auch das Objekt der Begierde. Hätten wir jedoch ein wenig slowenische Sprachkenntnisse gehabt, wäre uns schon früher aufgefallen, dass dort heute Ruhetag ist. Also ging die Suche in Sentiljv weiter. Hier waren wir fündig und kehrten im Restaurante
Gostilna Belna ein, wo wir beobachtet von ausgestopften Bären und Rentieren vorzüglich zu gewohnt moderaten Preisen speisten.
Danach radelten wir relativ unspektakulär entlang der Hauptstraße über die Grenze zurück nach Österreich. Am Abzweig
Graßnitzberg verließen zwei die Gruppe, weil sie ein letztes Mal die grandiosen Ausblicke der "Großen Weinstraße" genießen wollten. Der Rest radelte über die kaum befahrene Straße von Spielfeld nach Ehrenhausen und dann auf gewohntem Weg hinauf zum Schererkogl.
Den abschließenden Abend verbrachten wir wieder auf dem Schererkogl. Konnten wir noch vor Tagen hier in leichterSommerkleidung bis spät in die Nacht sitzen, froren wir heute
bitterlich. Alles was warm hielt, ob Softshell- oder Regenjacken, selbst die flauschig warmen Decken aus den Zimmern konnten uns nicht richtig erwärmen.
Was ist 2013 nur für ein Jahr! Alle Extreme, ob ein nicht enden wollender Winter, sintflutartige Regenfälle mit unzähligen Überschwemmungen, dann Tropenhitze bis 37 Grad und Tage später wieder sibirische Temperaturen mitten im Hochsommer. Man fragt sich: Was kommt noch alles?
Tag 12 – Abreise, Zusammenfassung und Film
Der Tag der
Abreise ist gekommen. Wir haben mit dreizehn Personen eine wunderschöne Zeit in einer Bilderbuchlandschaft erlebt, viele gemeinsame Touren veranstaltet und viel gesehen. Es war wieder eine schöne RoRadln-Reise, alles mit netten, lieben Menschen. Wir freuen uns schon auf die nächste Reise mit euch ...
Vielen Dank, euer RoRadln-Team
Ach ja, natürlich gibt es auch einen Film von dieser Reise.
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Diverse Berichte
1. Große Wei ...
2. Entlang der Mur
3. Heimschuh - Lei ...
4. Mur - Laß ...
5. Maribor
6. Sterzradweg - S ...
7. Südsteiris ...
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