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erstellt von Kurt am 27.06.2026 / letzte Änderung am 28.06.2026
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Die Etappen dieser Reise sind: Oberschleißheim - Schrobenhausen - Treuchtlingen - Spalt - Hersbruck - Nabburg - Wörth a.d. Donau - Plattling - Altötting - Rosenheim
Inhaltsverzeichnis
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Nach
der Schafskälte im Juni konnten wir es kaum erwarten, endlich wieder auf Radtour zu gehen. Da wir keine Lust hatten, mit dem Auto irgendwohin zu fahren, planten wir von zu Hause aus.
14.06.26 - Rosenheim - Oberschleißheim
Für unsere erste Etappe hatten wir Oberschleißheim ausgesucht. Da wir die riesige Parkanlage mit den drei Schlössern eigentlich ganz in unserer Nähe (von Rosenheim) noch nie gesehen hatten, planten wir auch direkt dort im Hotel Zum Kurfürst zu wohnen. Es ist ein Tagungshotel und somit zu tagungsfreien Zeiten äußerst günstig zu haben.
Los
ging es auf von RoRadln-Touren bekannten Wegen über Beyharting Richtung Hohenthann und Moosach. Bei dem Weiler Deinhofen fuhren wir durch eine herrliche Birkenallee. In Zorneding, in einem schönen Park, legten wir unsere Mittagspause ein und verzehrten unsere mitgebrachten Reste von zu Hause.
Dann ging es weiter, immer um München herum über Baldham, Vaterstetten, Feldkirchen und Aschheim. Hier kamen wir an ein eigenartiges Gewässer, den sog. Abfanggraben.
Dies ist ein ca. 9 km langer künstlicher
Wasserlauf von Johanneskirchen nordöstlich Münchens zum Ismaninger Speichersee, gespeist vom Hüllgraben und zum Mittlere-Isar-Kanal führend. Er dient der Grundwasserregulierung im Johanneskirchner Moos. Auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen wurden hauptsächlich Kartoffeln, Gemüse, Salat und Kräuter angebaut.
Kurz
vor Unterföhring erreichten wir den Feringasee, ein wahres Freizeitparadies vor den Toren von München. Bei Garching-Süd überquerten wir die A9 Richtung Nürnberg. An der Fröttmaninger Heide war ein Weg abgesperrt. Ein Wegweiser gab Auskunft, dass es sich um eine Fahrradroute zur Allianz-Arena handelt. Ein Radler, der durch die Absperrung kam, sagte, dass der Weg passierbar wäre. Also bauten wir einen Schlenker von zusätzlichen fünf Kilometern zur Arena ein.
Danach kamen wir durch das Schweizerholz in Oberschleißheim an. Da es noch zu früh zum Einchecken war, fuhren wir zwei Kilometer entlang der Schlossparkmauer zum Biergarten der Schlosswirtschaft Schleißheim und gönnten uns eine Brotzeit, bevor wir zurück zum Hotel Zum Kurfürst fuhren. Zum Abschluss durchstreiften wir in einem langen Spaziergang die riesigen Parkanlagen mit den drei Schlössern.
15.06.26 - Oberschleißheim - Schrobenhausen
Wieder
entlang der Mauer vom Schlosspark, vorbei am Biergarten kamen wir nach ein paar Kilometern zur Regattastrecke Oberschleißheim, die zur Olympiade 1972 errichtet wurde. Für Ruderer und Kanuten ging es hier damals um olympische Medaillen, und diese Sportarten dominieren auch heute die nacholympische Nutzung. Neben dem täglichen Training finden hier jährlich nationale und internationale Wettkämpfe statt. 2022 gab es mit den European Championships
ein ganz besonderes Highlight in Oberschleißheim. Aufgrund der absolut fairen Wettkampfbedingungen zählt die Olympia-Regattaanlage nach wie vor zu den beliebtesten Wettkampfstätten weltweit.
Wir fuhren weiter nach Dachau, bzw. hindurch, begleiteten für ca. drei Kilometer die Amper, welche teilweise großflächig aufgestaut war und folgten dann auf einem idyllischen Stück entlang der Maisach auf dem Räuber-Kneißl-Radweg.
In Aichach gibt es eine Besonderheit. Zur Adventszeit wird am Rathaus täglich ein Festerladen geöffnet, bis zu
Weihnachten alle 24 Türchen (oder Lädchen) offen sind. Wir wurden durch einen Einheimischen darauf aufmerksam gemacht.
Die heutige Etappenführung nach Schrobenhausen hatten wir etwas weiträumig ausgelegt, da wir den Paar-Radweg testen wollten. Im Nachhinein wissen wir es besser: Der Paartalradweg war nicht so prickelnd. Zwanzig Kilometer nach Aichach entlang der Paar kamen wir in Schrobenhausen
an. Eine Unterkunft war schnell gefunden, und danach konnte die kleine Ortsbesichtigung beginnen. Die Altstadt ist von einem Stadtwall umgeben, die Innenstadt sehr gemütlich, was anscheinend auch den Störchen gefällt. Überall waren die riesigen Nester zu finden. Der bekannte Maler Franz von Lenbach wurde 1836 in Schrobenhausen geboren und starb 1904 in München. Wir besichtigten die Außenanlagen von Museum und Geburtshaus.
16.06.26 - Schrobenhausen - Treuchtlingen
Heute
morgen war es stark bewölkt und nur eine Frage der Zeit, wann es zu regnen beginnen sollte. Wir fuhren an dem großen Gelände der Firma Südstärke vorbei. Durch die genossenschaftliche Struktur wird der Rohstoff (Stärkekartoffeln) für die Produktion von den Eigentümern der Südstärke, von etwa 1.400 Vertragslandwirten, selbst angebaut, im eigenen Unternehmen verarbeitet und vermarktet.
Kurz hinter Schrobenhausen setzte dann doch
Regen ein, allerdings nur soviel, bis wir unsere Regensachen angezogen hatten, dann hörte es wieder auf. Jedoch war der Tag von der einen oder anderen kleinen Schauer durchsetzt.
Wieder fuhren wir ziemlich eintönige Wege. Bei der Planung in unbekanntem Terrain kann ich mich jedoch nur an Radwegen orientieren, wie es dann vor Ort aussieht, ist eine andere Sache.
Jetzt kamen wir in die Nähe vom Fliegerhorst Neuburg a.d. Donau, vier
Jets starteten gerade in unmittelbarer Nähe, und der Lärmpegel war unerträglich laut. Wer hier wohnt, bekommt das wohl täglich zu hören.
Neuburg a.d. Donau kennen wir schon von anderen Reisen, also fuhren wir nur hindurch, was wegen dem starken, motorisierten Verkehr etwas anstrengend war. Nur einen Kilometer blieben wir auf dem Donauradweg, dann bei Laisacker schwenkten wir Richtung Urdonautal ab,
was wir nach ca. 10 Kilometern erreichten. Immer wieder hatten wir mit Wegen zu kämpfen, die mit sehr groben Schotter belegt waren. Bayerische Bedienstete in Sachen Radwege scheinen generell nicht die hellsten Köpfe zu sein, oder von sicherem Radfahren keine Ahnung zu haben (stellen wir leider auch um Rosenheim herum fest).
Zwischen Konstein und Wellheim wies ein Schild auf eine ehemalige Bahntrasse Rennertshofen - Wellheim - Konstein - Dollnstein hin, die nun als Radweg dient.
Von Wellheim bis Dollnstein ist das Urdonautal von vielen imposanten Felsen geprägt. In Dollnstein begann für uns jetzt das Altmühltal. Von hier bis Solnhofen (Fluss aufwärts) gab es viele weitere interessante Felsformationen zu bestaunen (u.a. Rosenkranz, Zwölf Apostel, usw.). Danach wurden die Felsen rarer und das Tal weitete sich langsam. Die Altstadt von Pappenheim liegt auf einem Hügel. Wir umrundeten den Ort jedoch im Tal entlang der Altmühl und machten lediglich ein
Bild von der Burgruine. Kurz vor Treuchtlingen gab es eine Radweg-Umleitung. Nach dem Weg gefragt, kamen wir mit zwei einheimischen Damen ins Gespräch. Diese gaben uns den Tipp zur Übernachtung im Freizeitheim. Das stellte sich als gute Wahl heraus: schönes Zimmer mit kleiner Terrasse und guter griechischer Küche.
17.06.26 - Treuchtlingen - Spalt
Bevor
wir unsere Reise fortsetzten, unternahmen wir noch eine kleine Stadtrundfahrt. Gut, dass wir den Abend im Hotel (1 km vom Zentrum) verbrachten. Außer der Dampflok gab es für uns nichts Sehenswertes. Ab Treuchtlingen ist endgültig die Schönheit des Altmühltales zu Ende und es liegt weites, flaches Land vor einem, zu dem es hier nichts weiter zu berichten gibt.
In Windsfeld kurz vor Gunzenhausen, einem netten Ort mit vielen Rosen, legten wir einen Stopp ein. Die
Kette meines Rades brauchte etwas Zuwendung. Nach der Befreiung von Staub und Dreck war die Schaltung wieder geschmeidiger.
Dann kamen wir nach Gunzenhausen. Hier verließen wir den Altmühl-Radweg, machten eine Stadtbesichtigung im Schnelldurchgang und umrundeten anschließend den Altmühlsee.
Anschließend fuhren wir weiter Richtung Spalt. Dabei radelten wir nördlich vom Kleinen Brombachsee, dann über eine trennende Landzunge zum Großen Brombachsee und umrundeten
diesen fast vollständig. Die Seen sind freizeitmäßig sehr gut ausgebaut, an manchen kleinen Buchten stellte sich geradezu Südseefeeling ein. Kurz vor Spalt erwartete uns ein sehr zäher Anstieg. Hier benutzten wir zum ersten Mal die Turbounterstüzung unserer Reiseräder. Diese Stufe schiebt kurzfristig mit bis zu 100 Nm an. Da machen sogar Berge Spaß.
Vor gut 16 Jahren waren wir schon einmal in Spalt, hatten aber diesmal das Gefühl, dass viele Gaststätten und/oder Hotels nicht mehr verfügbar waren.
Aber als Hopfenstadt ist Spalt seinem guten Bier treu geblieben. So kehrten wir beim Italiener Tre Olive ein und genossen dort eine Pizza im Wagenradformat (42 cm Durchmesser) und das gute Spalter Bier. Ein Spruch auf dem Bierglas soll das verdeutlichen:
In Spalt, in Spalt, dou wern die Leit gor alt. Sie kenna nix dafier, dos macht ös goute Bier.
Danach unternahmen wir einen Stadtrundgang durch die historische Altstadt, die wie ein einziges Museum wirkt. Besonders sehenswert sind die Fachwerkhäuser mit extrem hohen Giebeln mit bis zu sieben Wohnetagen. Vor der Brauerei trafen wir zwei Mitarbeiter des Hauses und kamen somit in den Genuss, einen Blick in das alte Brauhaus zu werfen.
Spalt
liegt an der fränkischen Rezat. Diese mündet bei Petersgemünd in die Rednitz. Im Laufe der Radreise kommen wir dann noch an die Pegnitz, und diese wird zusammen mit der Rednitz zur Regnitz. Alles klar?!
Mosbach, der nächste Ort unserer Reise nach Spalt, zeigte mit der gleichen Bauweise ebenfalls sehenswerte Häuser. Weiter ging es durchs Spalter Hügelland mit Kirschbäumen und Hopfenfeldern. Danach fuhren wir über unspektakuläre Wald- und Wiesenwege, teils wieder mit sehr grobem Schotter. Kurz nach Rednitzhembach
überquerten wir den Main-Donau-Kanal und nach einer weiteren 1/2 Stunde den Alten Kanal oder auch Ludwig-Kanal. Dieser wirkt, parkähnlich in die Landschaft eingebettet, wesentlich idyllischer, wird aber auch nicht mehr genutzt.
Danach mussten wir auf endlos langen und geraden Wegen südlich an Nürnberg-Langwasser vorbei. Diese Wege waren allerdings als Radwege markiert, und nur danach kann ich mich bei der Planung als Ortsfremder
richten.
Dann kamen wir nach Lauf an der Pegnitz, ein sehr schöner Ort, ja geradezu eine Augenweide. Hier hätten wir bleiben können, jedoch war es noch früh am Tage, und zudem hatten wir die Tour anders durchgeplant. Bei der Planung ist es wichtig, Orte zu finden, wo eine Übernachtung möglich ist und der Ort sollte in die Etappenplanung passen. Wir hatten uns so um die 80 Kilometer am Tag vorgenommen.
Durch
das Tal der Pegnitz erreichten wir Hersbruck, unseres heutiges Etappenziel. Die Temperaturen waren nach der anfänglichen Kühle in Treuchtlingen inzwischen weit über die 30-Gradmarke geklettert. So hielt sich der Rundgang durch die schöne Altstadt in Grenzen, und es verschlug uns in einen Biergarten unter kühlenden Kastanienbäumen. Die rumänischen Gastgeber boten fränkische Hausmannskost und zum Schluss einen Schnaps aus der Heimat, wie man uns sagte. Es war ein schöner Abend.
19.06.26 - Hersbruck - Nabburg
In 2023 waren wir schon einmal hier an der Pegnitz, sind durch Hersbruck aber nur hindurch gefahren. Den Bericht dazu gibt es unter diesem Link.
Wir überquerten
diesmal am Stadtrand von Hersbruck die Pegnitz ein letztes Mal, verließen diese bei Hohenstadt endgültig und setzten unseren Weg entlang vom Högenbach und Etzelbach fort, der in einigen Abschnitten recht idyllisch verlief. Zwischen Pommelsbrunn und Etzelwang begeisterten uns einige interessante Felsen und das romantische Oedtal.
Dann kamen wir nach Sulzbach-Rosenberg. Schon auf dem Weg zur Stadt bot sich ein beeindruckender Blick auf die auf dem Berg thronende Stadt. In der Innenstadt legten wir eine Besichtigungspause ein.
In Kettnitzmühle erreichten wir den Naabtalradweg, dem wir nun bis zu unserem heutigen Etappenziel in Nabburg folgten. Kurz vor Nabburg grüßte auf der linken Seite der Naab der Ort Perschen. Mit der Kirche St. Peter und Paul gehört er zu den ältesten Orten der Oberpfalz.
Dann waren wir in Nabburg, allerdings unten an der Naab. Die Altstadt und unsere Bleibe für die heutige Nacht im Gasthof Zum Stern liegen oben auf dem Berg. Unser Navi wies uns einen steilen Fußweg hinauf. Also nahmen wir diesen mit unseren kräftigen E-Bikes. Fast
oben angekommen warteten allerdings Treppen auf uns. Das wollten wir uns nicht antun, fuhren so auf der anderen Seite wieder hinunter und benutzten die Straße, welche auch für Autos gedacht war. Der obligatorische Stadtrundgang fiel bei dieser Hitze von über 35 Grad sehr kurz aus, und wir begaben uns zum Stern-Biergarten. Er gehört zu dem Gasthof Zum Stern und ist ein Ort vom Feinsten. Auf einem Wiesengrundstück mit altem Baumbestand hinter der Stadtmauer mit herrlichem Blick ins Tal ließen wir es uns gut gehen.
20.06.26 - Nabburg - Wörth a.d. Donau
Wir
hatten das Gefühl, es wurde von Tag zu Tag heißer. So fuhren wir wieder früh los. Ein letztes rückwärtiges Bild über die Naab hinauf zur Altstadt von Nabburg dann ging es auf dem Naabtalradweg dahin. So breit und wasserreich hatten wir uns den Fluss nicht vorgestellt. Die Naab entsteht durch Vereinigung der aus Nordwesten kommenden Haidenaab und der von Norden zufließenden wasserreicheren Waldnaab. Zusammen mit diesem über 99 Kilometer langen linken Quellfluss ist die Naab etwa
197 Kilometer lang und ist damit der wasserreichste linke Nebenfluss der Donau oberhalb von Wien. In Schwarzfeld wurde das besonders deutlich. Hier verließen wir dann die Naab und steuerten als grobe Richtung das Tal des Regen an.
Bei der Planung der Strecke hatten wir schon gesehen, dass es durch ein wahres Labyrinth von Teichen geht, das Charlottenhofer Weihergebiet. So ziemlich am Ende der Seenplatte, etwa am Bruckelsee, schallte uns
ohrenbetäubender Lärm entgegen. Wir befanden uns am ProKart Raceland, einer Kartbahn, auf der gerade ein Rennen stattfand.
Anschließend kamen wir nach Bruck in der Oberpfalz. Der Ort gehört zum Naturraum Bodenwöhrer Bucht. Durch Bruck fließt der Sulzbach, der im Hammersee in Bodenwöhr entsteht und in Nittenau in den Regen mündet.
In Nittau kamen wir in das Tal des Regen, überquerten jedoch lediglich den Fluss und folgten ihm nur drei Kilometer. Jetzt begann der unangenehmste Teil dieser Etappe.
Um ins Donautal zu kommen, mussten wir einen gewaltigen Höhenzug überwinden. Bis nach Wald hatten wir 250 Höhenmeter vor uns und das mit schwerem Reisegepäck und fast 40 Grad Celsius im Nacken. Danach nutzten wir den Bahntrassenradweg Regensburg-Falkenstein, den wir allerdings nach zehn Kilometer wieder verließen, um uns weiter ständig auf und ab durchs Hochland zu kämpfen.
Zehn
Kilometer vor Wörth a.d. Donau hatte dann der Spuk ein Ende, und wir konnten ins Tal hinab rollen, jedoch zeitweise auf einer stark befahrenen Staatsstraße ohne begleitenden Radweg. In Wörth a.d. Donau verließen wir das Hotel an diesem wohl heißesten Tag der Tour nicht mehr, selbst das zum Greifen nahe gelegene Schloss konnte uns nicht locken.
21.06.26 - Wörth a.d. Donau - Plattling
Nach
den Strapazen der letzten Tage war es nach Plattling geradezu ein Kinderspiel. Aus früheren Fahrten entlang des Donau-Radweges hatten wir allerdings die Erfahrung gemacht, dass dieser Streckenabschnitt besonders öde ist. Auf Wegen mit grobem Schotter kilometerlang hinter dem Damm und ohne Blick auf den großen Strom zu fahren, ist nicht unser Ding.
So radelten wir von Wörth hinab zur Donau, dann zwei Kilometer Fluss aufwärts (auch auf den ungeliebten Wegen), überquerten die Donau und blieben jetzt bis Plattling auf der
rechten Donauseite. Wir orientierten uns mehr oder weniger an dem alten Römerweg, der Via Danubia, also dem römischen Donau-Radweg. Nach 30 Kilometern erreichten wir Straubing. Um 10:00 Uhr morgens war der sonst vor Menschenmassen überquellende Theresienplatz (Fußgängerzone Innenstadt) fast menschenleer.
Auf dem Allachbach-Radweg verließen wir wieder die Stadt und fuhren durch den einen oder anderen kleinen Ort. Manchmal gab es was interessantes zu sehen, wie Blumenwiesen, Bogenberg oder das Schloss Irlbach.
Manchmal brachte uns die Via Danubia aber auch mit den groben Schotterwegen zur Verzweifelung. Bei Steinkirchen erreichten wir die Gestade der Donau, um kurz danach vor einer Straßensperre zu stehen. Umkehr mit alternativer Wegführung war angesagt.
Nach 73 Kilometern und nur 95 Höhenmetern kamen wir in Plattling im Hotel Zur Isar, einer der mit schönsten Unterkünfte der Reise an. Der Himmel zeigte sich heute bedrohlich dunkel und es sah nach einem kräftigen Regen mit Gewitter aus. Als sich zum Schluss alles verzogen hatte, war die Straße noch nicht einmal nass.
22.06.26 - Plattling - Altötting
Für
heute nach Altötting waren über 90 Kilometer und um die 700 Höhenmeter berechnet. Da unsere Route quer zu den Flüssen Isar, Vils, Kollbach, Rott und Inn verlief, waren demzufolge vier Höhenzüge zu überwinden. Das trauten wir uns bei dieser tropischen Hitze nicht zu. Also planten wir neu auf dem Isar-Radweg bis Landshut mit 70 Kilometern und kaum nennenswerten Höhen. Dort wollten wir eine Nacht bleiben und dann mit dem durchgehenden Zug zurück nach Rosenheim fahren.
Den Isar-Radweg sind
wir vor ein paar Jahren schon einmal gefahren und hatten auf diesem Abschnitt keine guten Erfahrungen. Die Wegführung ist großteils ebenso öde, wie oben bei der Donau beschrieben. Die ersten Kilometer ab Plattling unterschieden sich zwischen der Landshuter Route und der nach Altötting nicht. Wir waren früh unterwegs und entschieden uns so kurzerhand nach einigen langweiligen Kilometern auf grobem Schotter hinter dem Damm ohne Blick auf die Isar doch nach Altötting zu fahren.
In Niederpöring bogen wir ab und wurden gleich mit dem
Schloss Niederpöring belohnt. Das Schloss wird heute als Rathaus genutzt. Kurz hinter dem Ort begann der erste Höhenzug und nach 18 Kilometern seit Plattling waren wir bei Eichendorf im Vilstal und nach weiteren 8 Kilometern und einem weiteren Bergrücken in Schmiedorf im Tal des Kollbaches, eines rechten Nebenflusses der Vils. Jetzt zog es sich, bis wir Pfarrkirchen im Rottal erreichten, und nach weiteren 15 Kilometern
waren wir in Eggenfelden (km: 64). Diesen Ort hatten wir als Zwischenziel geplant, falls uns die Kraft und die Lust verlassen sollte.
Wir fuhren aber weiter und überwanden den letzten Höhenzug dieser Etappe nahe der Grenze von Nieder- nach Oberbayern. Jetzt folgten wir 10 Kilometer auf einem begleitenden Radweg der stark befahrenen B 588 bis kurz vor Neuötting. Die letzten sieben Kilometer über den Inn und durch Neuötting zu unserer Bleibe im Hotel Plankl waren dann ein Vergnügen.
Bevor wir zum gemütlichen Teil des Abends übergingen, statteten wir dem Kapellenplatz mit der Gnadenkapelle noch einen Besuch ab. Wir können jedoch mit dem ganzen Hype drumherum nichts anfangen, andere kommen von weit her (Reisegruppe aus Polen), um eine Holzfigur anzubeten. So zog es uns, auch wegen der immer noch hohen Temperaturen in einen schattigen Biergarten, wo wir den Abend verbrachten.
23.06.26 - Altötting - Rosenheim
Heute ging es gegen 8:00 Uhr wieder früh los, um die morgendliche Kühle etwas zu nutzen. Es lagen 80 Kilometer und ca. 700 Höhenmeter vor uns.
Von den Gesamthöhen war das ähnlich wie gestern, aber heute deutlich entspannter, da nicht ständig bergauf und bergab angesagt war. Von Altötting bis Tüßling folgten wir dem Jakobsweg Böhmen-Bayern-Tirol, dann verschiedenen lokalen Radwegen, bis wir nahe Kienberg auf den Radweg Bauhernhof-Safari trafen, dem auf RoRadln eine extra Tour gewidmet ist. Diesem folgten wir bis kurz vor Höslwang. Hier wollten wir eigentlich einkehren. Leider war Ruhetag. Die letzten 27 Kilometer bis nach Hause sind aus unseren RoRadln-Touren bekannt und werden hier nicht weiter erwähnt.
Hier haben wir unsere Unterkünfte genannt, aber ohne Bewertung, da das
immer subjektiv ist. Bei Interesse findet man die Bewertungen im Netz. In der heutigen Zeit muss man feststellen, dass eine Übernachtung mit Frühstück mindestens zwischen 110 und 130 Euro kostet, Privatzimmer oder Ferienwohnungen etwas günstiger, jedoch ohne Frühstück. Viele Zimmer werden über Buchungsportale, wie z.B. Booking angeboten. Manche Hotels lassen sich auf einen günstigeren Preis ohne das Buchungsportal ein, andere lassen eine Buchung nur über das jeweilige Portal zu. Nachfragen lohnt sich auf jeden Fall.
Es folgen nun die Unterkünfte:
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Insgesamt waren das 793 Kilometer und 5.220 Höhenmeter.
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