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erstellt von Kurt am 22.08.2026 / letzte Änderung am 25.09.2026
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Dieser Bericht beschreibt eine Radreise durch Pfaffenwinkel und Allgäu, entlang vom Bodensee, das Obere Donautal bis Leipheim, über Freising und Markt Schwaben zurück nach Rosenheim.
Inhaltsverzeichnis
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Wir
wollten eigentlich den Königssee-Bodensee-Radweg fahren. Da wir Teile davon schon aus unserem Radtouren-Programm kennen, sollte es ab Bad Tölz losgehen. Um diese Jahreszeit, Anfang August, waren jedoch kaum Zimmer zu bekommen, oder nur welche zu astronomischen Preisen. So suchten wir uns eine andere Route etwas weg von den Alpen, aber sicherlich nicht weniger interessant und wesentlich ruhiger. Aber lest es selbst.
09.08.26 - Rosenheim - Weilheim
Um
8:00 Uhr fuhren wir los, um die morgendliche Kühle des Tages auszunutzen. Bis Aschbach nahmen wir den uns bestens bekannten Mangfallradweg und wussten so auch, dass uns in Feldkirchen die erste Steigung Richtung Aschbach erwartete.
Um nach Kreuzstraße zu kommen hätten wir zwar auf ruhigen Wegen das bergige Mangfalltal durchqueren können, aber aufgrund der Entfernung nach Weilheim von ca. 95 km
und um 900 hm taten wir uns das nicht an und wählten daher die MB 4, die heute am Sonntag und früh morgens kaum befahren war. Ab Kreuzstraße und nördlich von Holzkirchen ging es auf ruhigen Wegen gemütlich dahin. Nach Punding rauschten wir dann steil hinab ins Tal der Isar, die wir auf der Tattenkofener Brücke nahe Geretsried überquerten. Wenig später kamen wir am Fiechtnersee und dem Lago di Bibi (Bibisee) vorbei, wo heute reger Badebetrieb herrschte.
Hier
suchten wir vergeblich ein schattiges Plätzchen für unsere obligatorische Mittagspause. Nach dem Babenstubener Moore fanden wir in Oberherrnhausen an einer Bushaltestelle ein geeignetes Objekt, wo wir unsere mitgebrachte Brotzeit genossen. Wir kehren bei solchen Reisen mittags generell nicht ein, da das zu viel Zeit in Anspruch nimmt, die uns dann an dem Ort von unserem Tagesziel fehlt.
Dann
ging es wieder hinab, diesmal ins Loisachtal nahe Beuerberg. Nach weiteren 8 Kilometern und einem kleinen Höhenzug erreichten wir bei Sankt Heinrich/Seeshaupt das Südufer vom Starnberger See. Hier war es teilweise nicht so schön zu radeln, da wir uns die Staatsstraße mit dem lebhaften Verkehr teilen mussten. Nach weiteren 16 Kilometern und ein paar Höhen erreichten wir auf zum Teil schönen Waldwegen Weilheim.
Da
die Rezeption im Altstadt-Hotel noch nicht besetzt war, steuerten wir den Biergarten vom Dachsbräu an und ließen es uns gut gehen. Weilheim begeisterte uns: gemütliche Innenstadt, sehr gutes Hotel, viele Einkehrmöglichkeiten, alles in allem empfehlenswert. Den Störchen gefiel es anscheinend auch.
10.08.26 - Weilheim - Ammersee - Kaufbeuren
Aus
der Stadt heraus zum Ammer-Amper-Radweg machten wir einen Abstecher an der Kneipp-Anlage vom Verein Weilheim-Pfaffenwinkel e.V. Dann ging es an die Ammer Richtung Ammersee. Der Fluss führte in diesem tropischen Sommer kaum Wasser und schien stellenweise wie ausgetrocknet. Wenig später waren die großen Satellitenschüsseln der Erdfunkstelle Raisting und weiter im Hintergrund die Zugspitze zu sehen.
In
Dießen kamen wir an das Südufer vom Ammersee. Im Gegensatz zu Seeshaupt am Vortage fanden wir hier eine sehr schöne Wegführung durch den Park und entlang des Sees vor. Nach 13 km recht idyllischen Wegen entlang des Ammersees verließen wir diesen in Schondorf und schwenkten Richtung Lechtal ab. Das war mit ein wenig Auf und Ab verbunden. Im Ort Windach schlängelte sich die gleichnamige Ache romantisch durch den Ort.
Nach einem weiteren Höhenzug erreichten wir Landsberg am Lech. Da wir bei einer früheren Radreise in Landsberg am Lech gewohnt hatten, fuhren wir diesmal nur hindurch.
Direkt hinter dem Ort kamen wir an dem KZ Außenlager Landsberg/Kaufering vorbei und besichtigten die Anlagen. In Waal lud das Flüsschen Singold mit einer Wassertretstelle zum Kneippen ein, was bei der Wärme geradezu eine Wohltat war. Nach 87 Kilometern erreichten wir das Hotel Goldener Hirsch in Kaufbeuren. Auch hier waren wir von der schönen Innenstadt angetan und ließen den Abend in dem schönen Biergarten vom Gasthaus Tell mit kroatischer Küche ausklingen.
11.08.26 - Kaufbeuren - Kempten - Isny
Aus
der Stadt hinaus fuhren wir auf schönen Radwegen mit einem eigenen Kreisverkehr für Fahrräder und folgten alsdann der Wertach, die hier zu zwei Seen aufgestaut ist. Der Bärensee hatte noch ziemlich klares Wasser, wobei der trübe Bachtelsee ein wahres Paradies für Brut- und Gastvögel war.
Im Raum Marktoberndorf wurden wir von der Wertach weggeleitet, streiften aber die Stadt nur am westlichen Rand. Nach Leuterschach
kamen wir wieder an den Fluss, der sich jetzt besonders idyllisch präsentierte. Bei dem Weiler Eschenau verließen wir die Wertach endgültig, die jetzt ihren Verlauf nach Süden fortsetzte.
Wir fuhren weiter gen Westen über uns unendlich vorkommende Waldwege durch den Kempter Wald bis auf eine Höhe von ca. 900 m über N.N. bei Mostenberg. Im Tal sahen wir schon Kempten und dahinter einen weiteren Höhenzug, noch höher als dieser. Das ließ auf nichts Gutes hoffen.
Bei
unserer Planung fanden wir in Kempten keine passende Unterkunft, weil dort die Allgäuer Woche stattfand. Dort angekommen wollten wir auch nicht nur für ein kurzes Sightseeing bleiben, da ein einziges Gewusel mit Massen von Besuchern vorherrschte. So überquerten wir die Iller und fuhren durch die Stadt geradewegs wieder hinaus.
Schon in der Stadt begann der nächste steile Anstieg, diesmal auf ca. 970 Meter, bevor es dann über 250 hm hinab nach Isny ging, was von einigen schlecht zu fahrenden Wald- und Schotterwegen
gekrönt wurde. Es gab zwar auch den Bahntrassen-Radweg von Kempten nach Isny, den wir hin- und wieder streiften, jedoch war so schon die Strecke mit knapp 80 km und 800 hm bei dieser Hitze mit Gepäck eine Herausforderung. Auf der Bahntrasse hätten wir locker 10 km mehr gehabt und die Höhen wären trotzdem zu meistern gewesen. BRouter (unsere primäre Planungssoftware) hatte diese Alternative sowieso nicht berücksichtigt, und uns waren über 90 km bei der Routenplanung in diesem schweren Gelände zu weit.
In
Isny angekommen gönnten wir uns erst einmal ein von Seppi selbstgebrautes kühles Getränk im gleichnamigen Biergarten, machten uns frisch, begannen einen kleinen Rundgang entlang der Stadtmauer und beobachteten mindestens zwanzig Jungstörche bei ihren Flugversuchen vom Giebel des Rathauses. Den Abend ließen wir in der beschaulichen kleinen Innenstadt ausklingen.
12.08.26 - Isny - Lindau - Friedrichshafen
Heute
war es nicht mehr so hüglig wie gestern. Von Eglofs hatten wir einen herrlichen Talblick auf das Schloss Syrgenstein auf der gegenüberliegenden Anhöhe vom Tal der Oberen Argen. Nachdem wir hinabgebraust waren, stand uns ein steiler Anstieg bevor, und das Schloss war auf einmal greifbar nahe. Aber dann ging es bis auf ein paar unbedeutende Zwischenhöhen nur noch bergab.
Wir kamen an der Gebetsstätte Wigratzbad vorbei. Das ist wohl die Schwarze Madonna vom Allgäu. Näheres dazu finden Interessierte auf Wikipedia.
Wir
folgten nun in etwa dem Flüsschen Leiblach, das im unteren Teil bis zur Mündung in den Bodensee die Grenze zwischen Deutschland und Österreich darstellt. Unten im Tal angekommen hatten wir nach 40 Kilometern den Bodensee erreicht, wo wir unsere Brotzeitpause einlegten. Der See hat erschreckend wenig Wasser, wie auf den nebenstenhenden Bildern zu sehen ist. Dieser Hitzesommer nagt massiv an dem, was bei uns bisher nicht der Rede wert war, am Wasser.
Der
Uferweg von hier (Leiblachmündung) bis Lindau ist eine Fahrradstraße (ca. 5 km). Weitere sind in großem Umfang am See vorhanden. Bei uns in und um Rosenheim werden eher unbedeutende Nebenstraßen als Fahrradstraßen ausgewiesen, wo sowieso niemand freiwillig Auto fährt. Hier herrschte ein sehr reger Zweiradverkehr. Man kam sich vor, als wäre man in die BR-Radltour hinein geraten.
In
Lindau-Insel gehörten wir nicht zu den Einzigen, die diese außergewöhnliche Stadt besuchten. Gerade um den Hafen herum war es mehr als lebhaft, und wir waren ein Teil davon. Der Bodensee-Radweg rund um den See ist von Massen von Radlern bevölkert, so etwa wie der Chiemseeradweg, nur viel verkehrsreicher und auf breiteren Wegen.
In
Friedrichshafen, war es nicht einfach, ein bezahlbares Hotel zu finden. Dann hatten wir eins ausgemacht, 150 Euro die Nacht mit Frühstück in der Fußgängerzone. Leider war es am Rand der Fußgängerzone, laut, klein und sehr warm (wegen dem starken Verkehr konnten wir die Fenster nicht offen lassen). Dafür war es nicht weit zur schönen Seepromenade, wo Scharen von Besuchern auf die Sonnenfinsternis warteten.
13.08.26 - Friedrichshafen - Tuttlingen
Eigentlich
wollten wir von hier weiter nach Singen (Hohentwiel), dann zum Rheinfall in Schaffhausen, weiter nach Donaueschingen, danach entlang vom jungen Neckar nach Plochingen und zurück zur Donau nach Ulm. Weil sich jedoch ein Wetterumschwung zum Wochenende hin ankündigte, planten wir um und fuhren nach Tuttlingen.
Zuerst mussten wir entlang einer lebhaften Straße aus der Stadt hinaus und folgten dem Bodensee-Uferweg. Es ging durch viele
Obstplantagen, wobei hin und wieder bei der Gleichmäßigkeit der Früchte der Gedanke aufkam, dass das dortige Obst hauptsächlich mit den Vitaminen B, A, S und F behandelt ist.
In Immenstaad begann dann neben Obst der Weinanbau. Die Städte am Seeufer wie z.B. Meersburg oder Überlingen glänzten mit sehr schönen Altstädten. Meersburg ist auch bekannt als bedeutender Fährhafen nach Konstanz.
Die
ersten 42 km von Friedrichshafen bis zum Ende des Sees waren ohne nennenswerte Höhen, die nächsten 25 km allerdings bis kurz hinter Liptingen hatten es in sich, bevor es wieder entspannt 8 km und 130 hm hinab nach Tuttlingen ging. In unserer Unterkunft, dem Hotel Stadt Tuttlingen direkt am Donauufer hatten wir eine ruhige und erholsame Nacht.
14.08.26 - Tuttlingen - Riedlingen
In
Tuttlingen ist die Donau noch recht klein, in etwa so, wie die Glonn bei ihrer Mündung in die Mangfall in Bad Aibling.
Es war heute morgen noch recht kühl hier auf den schattigen Wegen im engen Donautal. Dieser Abschnitt in etwa bis Sigmaringen war wohl der schönste Abschnitt der gesamten Reise. Die Felsformationen waren einfach eine Augenweide. Man könnte mit Fug und Recht behaupten, das war wie Altmühltal und Fränkische
Schweiz zusammen, nur noch eine Nummer gewaltiger.
Wie gesagt, spätestens in Sigmaringen war Schluss damit, dafür thronte hier auf einem Felsen das gewaltige Schloss der Hohenzollern.
Die 90 km von Tuttlingen nach Riedlingen donauabwärts waren allerdings alles andere als gemütlich, sondern durch ein ständiges Auf und Ab geprägt. Zum Schluss sammelten sich so immerhin fast 600 hm an.
Andere Radler, die ebenfalls in Tuttlingen gestartet waren und auch Riedlingen als Ziel anpeilten, hatten ihre Akkus bereits leer gelutscht und mussten die restlich Kilometer ohne Unterstützung zurücklegen.
In Riedlingen wohnten wir im Hotel Gudrun, eine der besten Unterkünfte dieser Reise. Die Stadt selbst hat eine sehenswerte, gemütliche Altstadt, wo sich der Abend gut verbringen ließ.
15.08.26 - Riedlingen - Leipheim
Eigentlich
wollten wir heute bis nach Günzburg fahren. Allerdings gestaltete sich die Zimmersuche nicht ganz einfach. In Ulm haben wir bei anderen Radreisen schon mehrfach übernachtet, in Günzburg war so gut wie nichts frei, oder zumindest nichts, was unseren Vorstellungen entsprach. So entschieden wir uns für Leipheim.
Da uns nach geplanten 100 km und ca. 500 hm eh nicht nach einer Stadtbesichtigung zumute war,
entschieden wir uns für Leipheim. Hier gab es nichts nennenswertes zu sehen, es waren 4 km weniger als Günzburg und das Hotel Zur Post machte einen guten Eindruck, für einen gemütlichen Abschluss des Tages. Hier wurde uns dann auch klar, warum um Günzburg herum nichts frei war: Es waren viele Familien mit Kindern im Hotel, Legoland lässt grüßen.
Nun
aber von vorn: In Riedlingen an der Donau ergab sich nochmal ein schönes Bild auf die Stadt und dann ging es los. Rechenstein a.d. Donau grüßte von einer kleinen Anhöhe herab, wenig später kamen wir in das liebliche Lautertal. Auf einem Schild stand: Hier trifft die große Lauter auf die Donau. Na gut, so groß war die Lauter nicht, eher ein mittelmäßiger Bach, aber die anschließenden Klammerfelsen waren schon eine Augenweide, die anscheinend auch bei Kletterern beliebt sind.
In
einer Bäckerei in Munderkingen deckten wir uns mit Proviant für unsere Mittagspause ein. Auch hier, wie schon in anderen Orten stand eine große Storchplastik auf dem Vorplatz. Diese Plastiken gehen auf eine Marketing-Aktion zurück. Vor rund 20 Jahren wurden insgesamt 170 große, teils bunte Storchenskulpturen aufgestellt. Sie dienen als Wahrzeichen und Sympathieträger, um die Verbindung dieser historischen Städte an der oberschwäbischen Donau zu betonen und auf die dort heimischen Storchenkolonien hinzuweisen.
Nach
knapp 40 km kamen wir nach Ehringen. In der Unterstadt besichtigten wir den Wehrgang an einem Rest der Stadtmauer. Oben in der Stadt war Markt und die gute Stube der Stadt zugestellt mit Verkaufsbuden. Wir fuhren weiter. Als nächstes auf einer Anhöhe grüßten Schloss Erbach und Pfarrkirche St. Martinus.
Danach ging es durch die Erbacher Seenplatte, die aber nicht zum Baden einlud, sondern den Anglern vorbehalten war. Inzwischen suchten wir nach einer Bank
im Schatten, um unsere Brotzeit zu genießen. Entweder war weit und breit keine Sitzgelegenheit vorhanden, oder wenn schon, dann in der prallen Sonne. Wir fuhren selbst vom Donauradweg in die Orte, um vielleicht unter einer alten Linde was zu finden. Aber nichts, es war wie verhext. Kurz vor Ulm, am Stauwehr Wiblingen erspähten wir ein Objekt der Begierde und radelten schnell hin, bevor es jemand anderes erreichen konnte.
In Ulm nahe der Illermündung führte die Donau so wenig Wasser, dass Badegäste zu Fuß den Fluss durchqueren konnten. Dann ging der Baustellen-Marathon los.
Brücken
und Unterführungen waren gesperrt, und wir schlängelten uns durch ein Labyrinth, bis wir endlich wieder dem Fluss folgen konnten. Damit war leider nach kurzer Zeit schon wieder Schluss, und der Donauradweg folgte den nächsten 12 km mehr oder weniger der Autostraße, unser Erachtens einem solch bekannten Radweges unwürdig. Da hatten die Planer wohl keine Lust, sich was besseres auszudenken. Nach 5 km kerzengeradem Waldweg kamen wir erschöpft in Leipheim an.
16.08.26 - Leipheim - Königsbrunn
Für
heute war durchwachsenes Wetter angesagt, zwar nicht mehr so warm, wie die letzten Tage, aber noch trocken. So fuhren wir bei Sonnenschein los. Als erstes erreichten wir Günzburg. Die Gute Stube, also die Innenstadt war noch fast menschenleer, was sich für ein paar Fotos anbot.
Nach ein paar Kilometern überquerten wir die Kammel und nur wenig später die Mindel, alles zusammen mit der Günz Nebenflüsse der Donau. Im Juni 2024 traten infolge tagelanger Regenfälle die Flüsse Mindel, Kammel, Zusam und Günz über die Ufer und verwandelten ganze Landstriche in Seenlandschaften. Es war das schwerste
Hochwasser der Geschichte im Landkreis Günzburg.
Bei Burgau an der Mindel vernahmen wir schon ein leichtes Grollen, und als wir am Burgauer See einen Stopp einlegten, sahen wir, dass sich hinter uns eine dunkle Wand aufgebaut hatte. Aber die nächste Stunde blieb es trocken und zog immer um uns herum, bis es dann nach überqueren der Zusam in Steinkirch kein Halten mehr gab und der Himmel seine Schleusen öffnete.
Da
wir diese Reise mit einer App auf unserem Smartphone navigierten und (leider) keinen Regenschutz für die Geräte hatten, interpretierten diese jeden Regentropfen auf dem Display als eine Berührung und führten folglich unsinnige Dinge aus.
Bald hatte der Regen wieder nachgelassen, und wir legten im Rauhen Forst nahe Bobingen am Tannetweiher unsere Mittagsrast ein. Von einem Weiher konnte allerdings nicht die Rede sein, außer Gras und ähnlichen Gewächsen war vor allem eins nicht zu sehen: Wasser. Schnell waren wir durch Bobingen und erreichten unser heutges Tagesziel Königsbrunn.
Das
schöne, wenn auch teils zu warme Wetter hatte sich endgültig verabschiedet, und es war äußerst unbeständig. Am Folgetag sollte es wieder besser werden. So legten wir eine Regenpause ein, blieben einen weiteren Tag in Königsbrunn und verbrachten den Tag mit organisatorischen Dingen.
18.08.26 - Königsbrunn - Freising
Heute
sollte es lt. Wetterbericht wieder sonnig werden. Aber anscheinend hatte vom Wetteramt keiner bei Petrus Bescheid gesagt, und es war noch schlechter als am Vortag. Vorsorglich hatte ich mir bei unserer Regenpause in Königsbrunn einen Schutz für die Navigation auf dem Smartphone gebaut (eine Plastikverpackung für Tomaten wurde in einen provisorischen Handy-Schutz umfunktioniert).
Aber
wir wollten ja weiter. Ich hatte eine praktische und kurze Wegführung ausgearbeitet, da bei dem stark bewölkten Himmel keine Besichtigungen geplant waren. Wir wollten nur schnell von A nach B kommen. Bis Markt Indersdorf ging das auch ganz gut. Dann fing es an zu regnen, aber wir fanden schnell in einer überdachten Bushaltestelle in Ebersbach Unterschlupf.
Kurz danach war wieder alles gut, am Kranzberger See nahe der Amper bestellten wir unser Hotel in Freising und waren guter Dinge, dass wir fast trocken unser Tagesziel erreichen würden. Das änderte sich schlagartig im
Freisinger Forst. Wir wurden klatschnass, und es hörte erst auf, als wir das Hotel erreichten.
Am Abend war es dann trocken und wir konnten uns einem Stadtrundgang widmen. So fuhren wir mit der Dombergbahn hinauf zum Domplatz. Die Dombergbahn ist ein Schrägaufzug, der in Freising auf den Domberg führt. Für die Fahrgäste ist die Fahrt kostenlos. Der Freisinger Dom war leider schon geschlossen, schade. Für das Abendessen hatten wir uns den Freisinger Augustiner ausgesucht. Das war weniger gut.
19.08.26 - Freising - Rosenheim
Endlich
hatte Petrus wieder Einsehen mit uns, und wir starteten bei strahlend, blauem Himmel und angenehmen Temperaturen. Schnell waren wir aus der Stadt und nach nur 5 km am Flughafen, den wir auf der Westseite umfuhren. Im Minutentakt konnte man den großen Vögeln beim Starten zusehen.
Ab Hallbergmoos führte ein schöner Weg recht idyllisch an dem Bach Goldach entlang und wenig später am Zengergraben durch das Zengermoos.
Durch die Felder, wo hauptsächlich Gemüse angebaut wird, erreichten wir den Isar-Speichersee, der auf der Ostseite durch das große Laufwasserkraftwerk Neufinsing abgeschlossen wird. Das Wasser fließt in den Isarkanal ab, der bei Moosburg erst wieder in die Isar mündet.
Der nächste größere Ort war Markt Schwaben. Hier deckten wir uns für die Mittagspause ein und durchquerten hinter Anzing
auf 6 km den nicht enden wollenden Ebersberger Forst. Mit seiner Ausdehnung von etwa 90 km² ist der Ebersberger Forst eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete in Deutschland. Über Kirchseeon kamen wir nach Alxing mit seiner weithin sichtbaren Kirche und befanden uns jetzt auf dem Rückweg unserer RoRadln-Tour: Ebersberg und Grafing. Über Thal, Beyharting, Ellmoosen und Kolbermoor hatte uns Rosenheim wieder.
Hier ist nun die Liste unserer Unterkünfte. Da unsere Bewertungen subjektiv sind, halten wir uns da zurück. Bei Bedarf kann man die Rezessionen im Internet selbst nachlesen.
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Insgesamt waren das 827 Kilometer und 5.748 Höhenmeter.
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