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erstellt von Kurt am 09.09.2012 / letzte Änderung am 19.09.2012
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Nach ruhiger Nacht in unserer mit bestem Gewissen weiter zu empfehlenden Unterkunft „Haus Rühl“ in Rüssenbach, ging es nach ausreichendem Frühstück gegen 9:00 Uhr los.
Noch eine kurze Anmerkung zu Rüssenbach: Man kann hier ruhig übernachten, ansonsten ist „Tote Hose“ angesagt, aber in Ebermannstadt und Pretzfeld (siehe voriger Tag“) kann man gut
einkehren und den Abend nett ausklingen lassen.
Also zuerst fuhren wir gen Ebermannstadt entlang im Wiesenttal, dann ab Gasseldorf war der Fluss Leinleiter unser Begleiter. Gemütlich mit kaum merkbarem Anstieg erreichten wir Heiligenstadt. Jetzt war Schluß mit lustig.
Im Vorfeld hatten wir die Höhenmeter dieser Strecke abgeschätzt und waren auf ca. 650 hm gekommen, was wir jedoch nicht glauben wollten. Im Laufe des Tages wurden wir eines Besseren belehrt. Knackig ging es nun bergauf. Leicht gewellt erreichten wir das Aufseß-Tal. Wieder ging es anmutig an dem kleinen Bach entlang. Zwischendurch war der Radweg in „Brauereienradweg“ benannt. Gruppen von bierlustigen Wanderern säumten mit uns die Strecke. Für uns hieß es jedoch (leider) weiterfahren,
denn bis Kulmbach war es noch weit und mit dem leckeren fränkischen Bier in den Beinen, ist irgendwann die Radllust vorbei.
Nach dieser wieder eher gemütlichen Strecke ging es recht hüglig weiter nach Wiesentfels mit seiner imposanten Burganlage. Und wieder wurden unsere Waden strapaziert. An Steigungen hatten wir auf dieser Tour nicht zu klagen. Eine Wegführung abseits der ausgetretenen Pfade birgt natürlich auch seine Vorteile. Wir wurden über herrliche Waldwege geleitet, teilweise waren die Mountainbikler verdutzt, uns Reiseradler in unwegsamen Gelände vorzufinden. Wir wurden auf dieser Strecke zum Teil mit atemberaubenden Landschaften, wie z.B. dem Sanspareil belohnt.
In Thurnau entschieden wir uns, anstelle der direkten Verbindung nach
Kulmbach erst zum „Roten Main“ und von dort über den Main-Radweg nach Kulmbach zu radlen. Das hatten wir uns jedoch ganz anders vorgestellt, als es gekommen ist. Erstens war es ca 10 km weiter. Dann, außer dass wir über den kaum wahrnehmen Bach von Rotem Main geradelt waren, fanden wir uns auf einer Landstraße wieder, die mit Main-Radweg nach unserer Auffassung rein gar nichts zu tun hatte. Der Weg war noch nicht mal als solcher markiert. Frustriert verließen wir die Wegführung und radelten direkt zu unserer Unterkunft in der Altstadt von Kulmbach.
Diese nette Kleinstadt sollte man nicht links liegen lassen. Wir sind auf jeden Fall froh, dort unser Tagesquartier bezogen zu haben.
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